15.03.2023
Colts entlassen Ryan und traden Gilmore
Der deutsche NFL-Profi Jakob Johnson hat einen neuen Vertrag bei den Las Vegas Raiders unterschrieben. Die New York Jets haben indes bereits Unterstützung für Aaron Rodgers geholt - obwohl dessen Trade noch gar nicht fix ist.

Wie sein Agent gegenüber ESPN bestätigte, hat Johnson in Las Vegas einen neuen Einjahresvertrag unterschrieben, nachdem sein bisheriges Arbeitspapier ausgelaufen war. Der Fullback aus Stuttgart bleibt damit bei den Raiders, die sich zu Beginn der Free Agency sehr aktiv zeigen: Zunächst verpflichteten sie Quarterback Jimmy Garoppolo, dann Wide Receiver Jakobi Meyers - zwei der größten Namen auf dem Markt. Zuletzt verzeichnete Las Vegas aber auch einen namhaften Abgang: Tight End Darren Waller wurde für einen Drittrundenpick zu den New York Giants getradet.
"Unterschrieben ist noch nichts, bis jetzt haben wir uns nur geeinigt", sagte der 28-Jährige derweil der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Was ich von meinem Agenten höre, ist es jetzt nur noch eine Formsache. Das Team meldet sich, wenn die ganzen Papiere bereit sind."
Bei den New York Jets scheinen die Vorbereitungen auf einen Trade für Packers-Quarterback Aaron Rodgers auf Hochtouren zu laufen. Einem Bericht zufolge soll Rodgers den Jets eine Liste mit Spielern gegeben haben, die diese verpflichten sollen. Neben Wide Receiver Odell Beckham Jr. ist diese hauptsächlich mit bisherigen Packers-Akteuren bestückt.
Der erste Name wurde direkt abgehandelt: Die Jets haben Wide Receiver Allen Lazard mit einem Vierjahresvertrag über 44 Millionen US-Dollar ausgestattet. Lazard war in der vergangenen Saison der Leading Receiver der Packers. Laut ESPN bemühen sich die Jets nun auch um die Packers-Routiniers Randall Cobb und Marcedes Lewis.
Eine weniger überraschende Meldung von der Quarterback-Front: Die Indianapolis Colts haben sich nach nur einer Saison von Matt Ryan getrennt. Der ehemalige MVP war vor rund einem Jahr von den Atlanta Falcons nach Indiana getradet worden und sollte das Quarterback-Problem der Colts lösen, enttäuschte aber auf ganzer Linie und wurde schon während der Saison aus dem Kader gestrichen. Indianapolis gilt als klarer Kandidat, früh im Draft einen Quarterback zu ziehen.
Das werden wohl auch die Carolina Panthers tun. Nach dem Trade-up an Position Nummer eins im Draft stellt sich nur noch die Frage, welchen Spielmacher Carolina Ende April ziehen wird. Nun steht zumindest fest, dass der Neue einen Veteranen zur Seite gestellt bekommt. Die Panthers haben Andy Dalton mit einem Vertrag über zwei Jahre ausgestattet, der dem langjährigen Bengals-Spielmacher 10 Millionen US-Dollar einbringt. Dalton, der zuletzt bei den New Orleans Saints wirkte, wäre auch ein Kandidat, um als "Bridge Quarterback" in die Saison zu gehen, bis der noch namenlose Rookie bereit für die NFL ist.
Die Colts haben sich indes nicht nur von Matt Ryan getrennt, sondern auch von Cornerback Stephon Gilmore. Der 32-Jährige, der 2019 zum Defensive Player Of The Year gewählt worden war, wandert per Trade zu den Dallas Cowboys. Das Franchise aus Texas bezahlt Indianapolis dafür einen Fünftrundenpick. Der wohl beste Cornerback der Free Agency, James Bradberry, bleibt hingegen bei den Philadelphia Eagles und unterschreibt einen Vertrag über drei Jahre und 38 Millionen US-Dollar.
Running Back David Montgomery wechselt innerhalb der NFC North. Der 25-Jährige, der in den letzten drei Jahren Starter der Chicago Bears war, schließt sich nun den Detroit Lions an. Dort unterschrieb Montgomery einen Dreijahresvertrag mit einem Gesamtvolumen von 18 Millionen US-Dollar, davon elf garantiert.
mib