15.03.2023
Nach 18 Jahren in Green Bay
Star-Quarterback Aaron Rodgers will seine Karriere fortsetzen - bei den New York Jets. Das hat er am Dienstagabend untermauert. Fix ist der Trade aber nach wie vor nicht.

Der 39-Jährige, der mit den Green Bay Packers zu Jahresbeginn die Play-offs der NFL verpasst hatte, sagte am Mittwoch in "The Pat McAfee Show", dass er die Entscheidung am Freitag getroffen habe. "Ich habe klargemacht, dass es meine Absicht ist, zu spielen - und zwar für die New York Jets", so Rodgers. Perfekt ist der Wechsel aber noch nicht, laut Rodgers müssen Packers und Jets noch über die Kompensation für den Trade nach New York verhandeln.
Damit widersprach Rodgers letzten Medienberichten, die eine Einigung zwischen den Franchises, aber noch keine Entscheidung von Seiten des Quarterbacks vermeldet hatten. Beide Teams stehen weiterhin im Austausch. Einem ESPN-Bericht zufolge soll Rodgers den Jets bereits eine Art Einkaufsliste mit Spielern, die sein neues Team verpflichten soll, gegeben. Seinen bisherigen Packers-Kollegen Allen Lazard nahm New York bereits am Montag unter Vertrag.
Das Ende einer Ära nimmt damit immer konkretere Formen an. Rodgers spielte 18 Jahre lang für Green Bay, holte 2011 den Super Bowl und wurde insgesamt viermal zum MVP der Liga gekürt.
Wie Rodgers in der Show weiter ausführte, hatte er sich auch Gedanken über ein Karriereende gemacht. Im Februar hatte er vier Tage in einem sogenannten "Darkness Retreat" bei kompletter Dunkelheit verbracht, um sich über seine Zukunft klarzuwerden. Zu Beginn sei seine Tendenz "zu 90 Prozent Karriereende" gewesen, erklärte Rodgers. Nun will er doch weitermachen - aber nun in New York statt in Green Bay.
Von Seiten der Packers habe er Signale erhalten, dass man "bereit sei, ohne mich weiterzumachen", so Rodgers. Das Team aus Wisconsin würde damit auf Jordan Love setzen, den man 2020 - zum großen Ärger von Rodgers - in der ersten Runde des Drafts als designierten Nachfolger ausgewählt hatte. Der Beginn eines immer mehr zerrütteten Verhältnisses zwischen Spieler und Franchise.
Trotzdem hatte Rodgers erst im vergangenen Jahr seinen Kontrakt bei den Packers verlängert - und das zu beeindruckenden Konditionen. Für weitere drei Jahre hatten er und sein Management 150 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 142 Millionen Euro, ausgehandelt. Ein neuer Vertrag mit den Jets müsste nun unter anderem angepasst werden, weil es in der NFL einen sogenannten Salary Cap - eine Gehaltsobergrenze - gibt.
mib, dpa