23.10.2023
NFL, Week 7: Chiefs dominieren Chargers
Gute Reaktion der Philadelphia Eagles auf die erste Saisonniederlage. Das Topspiel gegen die Miami Dolphins holten sich Jalen Hurts und seine Teamkollegen mit 31:17. Neben Hurts glänzte auch Patrick Mahomes. Die Spätspiele im Überblick.

Auf dem Rasen des jüngsten deutschen Fußball-Länderspiels gegen Mexiko (2:2) setzten sich die Eagles im Topspiel der NFL in der Nacht zum Montag (MESZ) relativ deutlich mit 31:17 gegen die Dolphins durch und stellten ihre Bilanz eine Woche nach ihrer ersten Niederlage auf 6-1 (Miami 5-2).
Für drei Touchdowns der Hausherren zeichnete Spielmacher Hurts verantwortlich: 19-Yard-Passspielzug mit Dallas Goedert zum 10:3, 1-Yard-Run zum 17:3 vor der Pause und - die Gäste hatten zwischenzeitlich ausgeglichen - 14-Yard-Pass auf A.J. Brown zum 24:17 zum Ende des dritten Viertels. Den Rest besorgte dann Kenneth Gainwell mit einem kurzen Lauf in die Endzone knapp fünf Minuten vor Schluss.
"Das ist ein großer Sieg. Wir sind ein starkes Team. Wir hatten am Anfang ein paar unnötige Ballverluste", sagte Hurts angesichts zweier Turnover, aber auch angesichts 279 Passing Yards (23 von 31, 2 TD, 1 INT). Damit stach der 25-Jährige allemal sein gleichaltriges Gegenüber Tua Tagovailoa aus (23/32, 216, 1/1), der zwar Star-Receiver Tyreek Hill kurz vor der Pause mit einem 27-Yard-Pass zum 10:17 bediente, aber mit einem Fehlpass in Q4 für die Vorentscheidung sorgte. Mit freundlichen Worten verabschiedeten sich die beiden Masterminds ihrer Teams anschließend, man kennt sich aus gemeinsamen Tagen am College in Alabama.
Der prominente Eagles-Neuzugang Julio Jones (1 Catch über 3 Yards) spielte übrigens noch keine große Rolle.
Ebenfalls auf eine Bilanz von sechs Siegen bei einer Niederlage kommen die Kansas City Chiefs, die ihr Heimspiel gegen die Los Angeles Chargers (2-4, QB Justin Herbert: 17/30, 259, 1/2) mit 31:17 gewannen. Superstar Patrick Mahomes (32/42, eine Interception) knackte schon in der ersten Halbzeit die 300 Yards nach Pässen und beendete die offensiv beste Leistung der Chiefs in dieser Saison mit 424 Yards Raumgewinn in der Luft und satten vier Touchdowns - den letzten davon auf Tight End Travis Kelce, der gleich ein Dutzend Würfe über insgesamt 179 Yards in Empfang nehmen konnte.
Titelverteidiger Kansas City und Philadelphia weisen somit aktuell die beste Bilanz in der Liga auf, die San Francisco 49ers können mit einem Sieg gegen die Minnesota Vikings in der Nacht zu Dienstag gleichziehen.
Die einst so starken Green Bay Packers sind derweil von solchen Rechnungen meilenweit entfernt. Beim 17:19 bei den zuvor eher formschwachen Denver Broncos setzte es die vierte Niederlage im sechsten Spiel. Nach 0:9-Pausenrückstand und 3:16-Zwischenstand steigerten sich die Packers zwar und führten in Q4 mit 17:16, Broncos-Kicker Will Lutz traf anschließend jedoch auch sein viertes Field Goal an diesem Abend (52 Yards) und macht dem zu Hause erstmals siegreichen Denver (2-5) etwas Hoffnung auf eine nicht ganz so desaströse Saison. Green Bay sieht Division-Primus Detroit (5-2) trotz dessen Niederlage indes nur mit dem Fernglas.
Ebenfalls nach ihrer Form suchen die Los Angeles Rams (2-4). Die Kalifornier um Matthew Stafford (14/29, 231, 1/1) gaben zu Hause gegen die Pittsburgh Steelers (4-2) eine 17:10-Führung im letzten Viertel noch aus der Hand. Jaylen Warren und Najee Harris liefen für die Gäste noch in die Endzone und drehten auf 24:17. Kenny Pickett zählte nach einer späten Leistungssteigerung sowie 230 Yards mit seinen Pässen und einem Running-TD somit zu den Siegern.
Andreas Holzmann