30.10.2023
Zukunft unsicher - sowohl sportlich als auch persönlich
Nach schlechtem Saisonstart hatten sich die Minnesota Vikings zuletzt gefunden - und jüngst auch den vorübergehenden Verlust von Star-Receiver Justin Jefferson weggesteckt. Doch nun das: Kirk Cousins ist komplett raus.

Wie bereits am Sonntag direkt nach dem 24:10 bei den Green Bay Packers, wo Kirk Cousins noch für 274 Yards und zwei Touchdown-Pässe (keine Interception) geworfen hatte, vermutet worden war: Kirk Cousins wird den Minnesota Vikings für den Rest der Saison fehlen.
Der Grund: Wie zum Beispiel auch Jets-Spielmacher Aaron Rodgers oder Ravens-Running-Back JK Dobbins direkt zu Beginn dieser Regular Season zog sich der Vikings-Quarterback einen Riss der Achillessehne zu. An einer monatelangen Pause kommt der 35-Jährige nicht herum.
Eine MRT-Untersuchung stellte an diesem Montag das Ausmaß der Verletzung fest, zudem wurde ein Zeitplan festgelegt: Noch diese Woche sollen in enger Abstimmung mit dem Spieler und dem NFL-Franchise ein OP-Termin sowie die anschließende Reha ausgemacht werden.
Das doppelt Bittere aber an dieser Causa: Einerseits hatte sich Minnesota nach 0:3-Saisonstart zuletzt ergebnistechnisch verbessert und sich inzwischen auf 4:4 und damit wieder ins Play-off-Rennen gespielt. Andererseits war Cousins einer der überragenden Quarterbacks der bisherigen Saison - 16 Touchdown-Pässe und schon 2057 erworfene Yards Raumgewinn waren bis zur jetzigen Week 8 Top-Werte der Liga. Nur fünf Interceptions konnten sich außerdem sehen lassen.
Doch nicht nur das: Der frühere Washington-Redskins-Spielmacher, 2018 für viel Geld nach Minneapolis gekommen, befindet sich mitten im letzten Vertragsjahr und wird damit 2024 Free Agent. Sollten sich die Vikings also dazu entschließen, den starken Anführer nach langer Verletzungspause nicht mehr weiterzubeschäftigen, wären sie rein aus wirtschaftlichen Gründen fein raus, müssten nichts mehr zahlen. Und Cousins selbst müsste sich frisch aus der Reha bei neuen Teams vorstellen im etwaigen Fall. Einige Fragezeichen also für die Zukunft.
Und wie geht es in dieser Spielzeit weiter? Klar ist: Star-Receiver Justin Jefferson wird in Kürze nach seiner Verletzung zurückerwartet - und wird für den Moment wohl Bälle vom 25-jährigen Rookie Jaren Hall (im diesjährigen Draft in der 5. Runde an 164. Stelle gezogen) fangen. Ob das die langfristige Lösung sein kann, wird und muss sich zeigen. Der 28-jährige Nick Mullens steht außerdem noch im Kader.
Am kommenden Sonntag (5. November) trifft Minnesota in jedem Fall in einem Heimspiel auf die Atlanta Falcons - und wird versuchen, in der wieder offenen NFC North hinter Tabellenführer Detroit (5:2) auf 5:4 zu stellen. Ob die Bosse außerdem noch aktiv werden und eventuell einen routinierten Quarterback verpflichten, wird sich zeigen. Groß gehandelt wird aktuell kein Name.
mag