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Detroits Antwort auf Flores
Brian Flores stellt gegnerische Quarterbacks vor eine der schwierigsten Aufgaben der NFL. Der Defensive Coordinator der Minnesota Vikings lässt seine Verteidigung so häufig blitzen wie kaum ein anderer Coach in der Liga. Für die Detroit Lions wird es deshalb entscheidend sein, Jared Goff schnelle Anspielstationen zu bieten. Einer muss dabei besonders in den Mittelpunkt rücken: Amon-Ra St. Brown.

Die Vikings wollen Goff mit ihrem aggressiven Pass Rush unter Druck setzen und ihm möglichst wenig Zeit für seine Entscheidungen lassen. Genau hier könnte St. Brown zum entscheidenden Faktor werden. Der Wide Receiver hat bereits mehrfach bewiesen, dass er Flores' Defensivkonzept vor Probleme stellen kann - und bringt genau die Qualitäten mit, die Detroit in diesem Duell benötigt.
Die Zahlen hinter Minnesota sind beeindruckend: Laut Next Gen Stats blitzten die Vikings vor dem Duell mit Detroit bei 70,8 Prozent ihrer Plays. Das nächstplatzierte Team kommt lediglich auf 42,6 Prozent. Flores setzt also nicht nur gelegentlich auf zusätzlichen Druck, sondern macht ihn zum zentralen Bestandteil seiner Defense. Dabei versucht er, durch unterschiedliche Aufstellungen und Bewegungen möglichst lange zu verschleiern, aus welcher Richtung der Blitz tatsächlich kommt.
Für Jared Goff bedeutet das, dass er häufig bereits vor dem Snap erkennen muss, welche Möglichkeiten ihm nach dem Snap bleiben. Je mehr Verteidiger auf den Quarterback zustürmen, desto wichtiger werden schnelle Entscheidungen und präzise Würfe. St. Brown ist dafür nahezu prädestiniert. Er kann sich mit seinen Routen schnell vom Gegenspieler lösen, findet freie Räume zwischen den Verteidigern und ist anschließend auch nach dem Catch gefährlich.
Dass diese Kombination funktioniert, hat er bereits mehrfach gegen Flores gezeigt. In den vergangenen beiden Spielzeiten fing St. Brown in vier Duellen gegen die Vikings-Blitzes 25 seiner 29 an ihn gerichteten Pässe. Dabei sammelte er 352 Receiving Yards, drei Touchdowns und 20 First Downs. Das entspricht durchschnittlich 88 Yards und fünf neuen First Downs pro Partie - allein gegen die Blitz-Varianten Minnesotas.
Dabei geht es nicht ausschließlich darum, den Ball möglichst schnell zum Star-Receiver zu bringen. Entscheidend ist auch, dass St. Brown die Defensive lesen und seine Route anpassen kann. Flores lässt Verteidiger häufig zunächst einen Blitz andeuten, nur um sie anschließend in die Coverage zurückfallen zu lassen. Andere Spieler übernehmen wiederum deren eigentliche Aufgaben. Wer sich hier zu früh festlegt, kann schnell in eine Falle laufen.
St. Brown muss deshalb die entstehenden Lücken erkennen und Goff eine verlässliche Anspielstation bieten. Gerade kurze und mittlere Routen können für Detroit wichtig werden. Ein schneller Pass auf den Receiver kann nicht nur einen drohenden Sack verhindern, sondern durch dessen Fähigkeiten nach dem Catch auch direkt zusätzlichen Raumgewinn ermöglichen.
Eine weitere Möglichkeit könnte seine Positionierung sein. Gegen Green Bay wurde St. Brown zuletzt verstärkt außerhalb des Slots eingesetzt. Dabei fing er sieben seiner neun Targets für 109 Yards. Auch eine Formation mit Jameson Williams auf derselben Seite könnte interessant werden: Williams bindet durch seine Geschwindigkeit die tiefen Verteidiger und schafft dadurch zusätzliche Räume für St. Brown in den darunterliegenden Zonen.
Natürlich wird es nicht allein an St. Brown liegen. Auch die Offensive Line muss Goff ausreichend Zeit verschaffen, während Jahmyr Gibbs und Sam LaPorta als weitere schnelle Anspielstationen infrage kommen. Dennoch dürfte der Lions-Receiver eine Schlüsselrolle einnehmen.
Goff hat in dieser Saison bereits gezeigt, dass er gegen zusätzlichen Pass Rush effizient agieren kann. St. Brown bietet ihm dafür eine besonders verlässliche Option. Gegen eine Defense, die ihre Gegner mit ständigem Druck zu Fehlern zwingen möchte, kann ein Receiver, der freie Räume erkennt und zuverlässig anspielbar ist, den Unterschied machen.
St. Brown ist genau der Spielertyp, den Detroit gegen Flores' aggressive Defense braucht. Seine bisherigen Leistungen gegen die Vikings sprechen dafür, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist.
par