22.08.2026
Unruhe vor Saisonstart
Rashod Bateman sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Der Receiver der Baltimore Ravens soll im Juni die Windschutzscheibe eines Autos eingeschlagen haben, in dem seine Partnerin und die gemeinsame drei Monate alte Tochter saßen.

Rashod Bateman ist wegen eines Vorfalls im Juni angeklagt worden. Der Wide Receiver der Baltimore Ravens soll am 3. Juni in Georgia die Windschutzscheibe eines Mercedes eingeschlagen haben, in dem sich seine Partnerin und die gemeinsame drei Monate alte Tochter befanden.
Laut Polizei soll Bateman gegen 6 Uhr morgens mit einem Gegenstand die Windschutzscheibe und die Fahrertür des Autos beschädigt haben. Durch die zerbrochene Scheibe erlitt die Mutter demnach Schnittverletzungen im Gesicht. Zudem soll Bateman versucht haben, einen Reifen des Autos mit einem Schraubenzieher zu beschädigen.
Bateman wird unter anderem wegen Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt, rücksichtslosen Verhaltens und schwerer Sachbeschädigung angeklagt. Letzteres ist ein Verbrechen, die anderen Vorwürfe gelten bei einem Erstverstoß als Vergehen.
Bateman bestreitet die Vorwürfe. "Es ist bedauerlich, dass eine persönliche Familiensituation aus sensationsheischenden Gründen völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde", sagte sein Anwalt Jordan Siev. "Wir werden den Gerichtsprozess abwarten, und die Fakten werden zu diesem Zeitpunkt ans Licht kommen."
Auch die NFL beschäftigt sich mit dem Fall. Bateman könnte nach der Personal-Conduct-Policy der Liga bestraft werden. Bei einem Verstoß im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt wäre eine unbezahlte Sperre von sechs Spielen möglich.
Die Ravens bestätigten, über den Vorfall informiert zu sein. "Wir haben die Liga informiert und während des gesamten Prozesses kooperiert. Da es sich um eine laufende rechtliche Angelegenheit handelt, werden wir uns nicht weiter dazu äußern", teilte das Team mit.
Sportlich geht es für Bateman ebenfalls um eine Wiedergutmachung. Der 26-Jährige wurde 2021 an 27. Stelle gedraftet, hatte zuletzt aber immer wieder mit Verletzungen und schwankenden Leistungen zu kämpfen. Nach einer starken Saison statteten ihn die Ravens im vergangenen Jahr mit einem Dreijahresvertrag über 36,75 Millionen Dollar aus, davon 20 Millionen Dollar garantiert.
2025 verlief für den Receiver allerdings enttäuschend. Bateman fing lediglich 19 Pässe für 224 Yards und zwei Touchdowns - jeweils Karriere-Tiefstwerte.
In der Vorbereitung auf die aktuelle Saison fehlte Bateman im Mai und Juni bei freiwilligen Einheiten sowie beim verpflichtenden Minicamp. Als Grund wurden damals "einige persönliche Dinge" genannt. Zum Trainingscamp erschien er jedoch pünktlich und nahm anschließend an allen Einheiten teil.
Dabei hatte Bateman erst Anfang August über seine Rolle als Vater gesprochen. "Es ist das Beste, was mir je passiert ist", sagte der Receiver über seine Tochter. "Ich liebe mein kleines Mädchen so sehr. Sie hat mich sehr verändert." Nun muss sich Bateman abseits des Footballfeldes mit den schweren Vorwürfen auseinandersetzen.
nhu