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    NFL

    vor 1 Tag

    Wettskandal in Arizona

    Cardinals-Scout wehrt sich gegen Sperre: Gold legt Berufung ein

    Die Sperre gegen Ryan Gold sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Nachdem die NFL den Director of College Scouting der Arizona Cardinals wegen Verstößen gegen die Glücksspielrichtlinien auf unbestimmte Zeit suspendiert hatte, geht Gold nun offiziell gegen die Entscheidung der Liga vor.

    Das Logo der Arizona Cardinals
    Ryan Gold geht offiziell gegen seine Sperre vor IMAGO/Icon SMI

    Über seinen Anwalt weist der langjährige Cardinals-Mitarbeiter sämtliche Vorwürfe entschieden zurück. Während die NFL von der Weitergabe vertraulicher Draft-Informationen und unerlaubten Sportwetten ausgeht, spricht die Verteidigung von haltlosen Anschuldigungen und kündigt an, Golds Namen vollständig rehabilitieren zu wollen.

    Anwalt weist sämtliche Vorwürfe zurück

    Golds Anwalt Mike Caspino ließ keinen Zweifel daran, wie die Verteidigung die Vorwürfe bewertet. "Ryan Gold ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein herausragender NFL-Funktionär. Die Vorwürfe der Liga, wonach er an verbotenen Glücksspielaktivitäten beteiligt gewesen sein soll, sind schlichtweg falsch. Wir haben Berufung eingelegt und freuen uns darauf, seinen guten Namen reinzuwaschen", erklärte Caspino.

    Die NFL hatte am Freitag mitgeteilt, ihre Ermittlungen hätten ergeben, dass Gold vertrauliche, nicht öffentliche Informationen über die Draft-Picks der Cardinals im NFL Draft 2026 weitergegeben habe. Außerdem soll er an Parlay-Wetten auf NFL- und College-Football-Spiele beteiligt gewesen sein. An wen die Informationen weitergegeben worden sein sollen, teilte die Liga nicht mit.

    Verteidigung nennt andere Darstellung

    Nach Angaben von Caspino handelt es sich bei den fraglichen Wetten um Tippscheine, die Golds Ehefrau gemeinsam mit Freunden aus ihrer Highschool-Zeit abgeschlossen habe. Dabei seien wöchentlich Einsätze von lediglich zehn Dollar platziert worden, an denen Gold selbst nicht beteiligt gewesen sei.

    Zudem widerspricht die Verteidigung dem Vorwurf der Weitergabe von Draft-Informationen. Caspino erklärte, Gold habe die Auswahl der Cardinals gar nicht kennen können. "Er konnte die Draft-Picks der Cardinals nicht verraten, weil er selbst nicht wusste, wen das Team auswählen würde. Diese Informationen hatten ausschließlich Besitzer Michael Bidwill und General Manager Monti Ossenfort."

    Entsprechend deutlich fiel auch seine Einschätzung zum Verfahren aus. Caspino betonte, dass er den Fall der NFL gegen seinen Mandanten für wenig belastbar halte.

    Cardinals kooperierten mit der Liga

    Die NFL erklärte, dass die Cardinals während der gesamten Untersuchung vollständig mit der Liga zusammengearbeitet hätten. Zudem gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass weitere Mitarbeiter, Trainer oder Spieler von den Vorgängen wussten oder daran beteiligt gewesen seien. Ebenso habe die Untersuchung keine Anzeichen ergeben, dass Spiele oder deren Ausgang in irgendeiner Weise beeinflusst worden seien.

    Die Cardinals stellten sich nach Bekanntwerden der Sperre hinter die Entscheidung der Liga und erklärten, sie unterstützten diese "vollumfänglich".

    Für Gold, der sich inzwischen in seiner 13. Saison bei den Cardinals befindet und erst im Juni 2025 zum Director of College Scouting befördert wurde, dürfte die anstehende Berufung nun darüber entscheiden, ob und wann er in die NFL zurückkehren kann.

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    nkr