vor 1 Tag
Pure Rivalität
Für Colston Loveland fühlt sich der Wechsel in die NFL fast wie ein Déjà-vu an. Nach Jahren in der erbitterten Rivalität zwischen Michigan und Ohio State erlebt der Tight End nun in Chicago eine ganz ähnliche Atmosphäre - nur heißt der große Gegner jetzt Green Bay Packers.

Schon in seiner Rookie-Saison fiel Loveland auf, welchen Stellenwert die traditionsreiche Rivalität innerhalb der Bears-Organisation besitzt. Dabei erkennt er deutliche Parallelen zwischen dem Ansatz von Michigan unter Jim Harbaugh und der Mentalität, die Head Coach Ben Johnson in Chicago etabliert hat.
Loveland erklärte, dass die Rivalität gegen Green Bay im Alltag der Bears allgegenwärtig sei. "Definitiv. Im Gebäude ging es in Michigan jeden Tag nur darum: 'Was tust du heute, um Ohio State zu schlagen?' Das war dort überall präsent - auf jedem Fernseher, überall. Und genauso ist es bei den Bears."
Seit seiner Verpflichtung hat Ben Johnson die Rivalität mit den Packers immer wieder öffentlich angeheizt. Bereits zu Beginn seiner Amtszeit machte er deutlich, wie wichtig ihm Siege gegen Green Bay sind, und ließ keinen Zweifel daran, welche Bedeutung diese Spiele für das Franchise haben.
Loveland kennt dieses Vorgehen bereits aus seiner College-Zeit. Unter Jim Harbaugh wurde die Rivalität mit Ohio State zu einem festen Bestandteil des Teamalltags. Der Fokus zahlte sich aus: Michigan beendete eine Serie von acht Niederlagen gegen den Erzrivalen und gewann zwischen 2021 und 2024 viermal in Folge.
Für den Tight End ist die Stimmung in Chicago deshalb sofort vertraut gewesen. "Es geht nur um die Packers", sagte Loveland. "Du verbringst keinen einzigen Tag, ohne über sie zu sprechen, darüber zu reden, wie man sie schlägt oder was man an ihnen nicht mag. Das ist mit Michigan absolut vergleichbar."
nkr