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    NFL

    06.02.2026

    Abgeschriebener Mut gegen junge Unbekümmertheit

    Darnold gegen Maye: Die beiden Super-Bowl-Quarterbacks im Vergleich

    Niemand hätte dieses Super-Bowl-Duell vorhergesagt: Sam Darnold trifft auf Drake Maye. Der einstige Jets-Flop gegen das neue Gesicht der Patriots - zwei Quarterbacks mit völlig unterschiedlichen Wegen, aber demselben Ziel. Am 8. Februar in Santa Clara geht es um den größten Ring im Football. Wer bringt die besseren Voraussetzungen mit? Zahlen, Storylines und Super-Bowl-LX-Chancen im direkten Vergleich.

    NFL, American Football, Super Bowl, USA- Quarterback Sam Darnold (Seattle Seahawks) and Drake Maye (New England Patriots) standing in front of the Super Bowl Logo LX
    Die beiden Quarterbacks Sam Darnold (links) und Drake Maye (rechts) stehen vor dem Super Bowl 2026 im Rampenlicht. IMAGO/Imagn Images & IMAGO/UPI Photo

    Egal, wie erfolgreich ein Team ist, im Football wird immer besonders auf die Position des Quarterbacks geschaut. Selbst wenn die eigentlichen Stärken des Teams auf anderen Positionen liegen, stehen Quarterbacks immer im Vordergrund und repräsentieren ein gesamtes Franchise. Drake Maye und Sam Darnold stehen sich im Super Bowl 2026 gegenüber.

    Vom Draft-Bust zum Super-Bowl-Quarterback: Der Karriereweg von Sam Darnold

    Sam Darnold war ein Four-Star-Prospect des High-School-Teams von San Clemente. Er bekam eine Offerte von USC und startete 2015 seine College-Karriere. Er entschied sich dazu sein erstes Jahr am College als Redshirt-Athlet auszusetzen und nicht für das Team zu spielen. In seinem zweiten Jahr startete Darnold in die Saison als Backup von Starting-Quarterback Max Browne. Nach zwei Niederlagen aus drei Spielen bekam Darnold seine Chance, USC als Starting-Quarterback auf das Feld zu führen.

    Darnold verlor nur eins der verbleibenden Spiele und gewann sogar den Rose Bowl. Zudem wurde er 2016 ins Freshman All-America Team gewählt. 2017 spielte er seine erste und letzte komplette Saison am College. Mit einem Record von 11-3 kam USC in den Cotton Bowl, den USC trotz einer guten Performance von Darnold mit 24:7 gegen die Ohio State Buckeyes verlor.

    Im NFL Draft 2018 wurde Sam Darnold von den New York Jets an dritter Stelle der ersten Runde ausgewählt und war damit der zweite Quarterback, der im Draft ausgesucht wurde, nach dem First Overall Pick Baker Mayfield.

    Doch seine Zeit bei den Jets hielt nicht, was ein solch hoher Draft-Pick versprach. Darnold tat sich bei den Jets extrem schwer. In drei Saisons bei den Jets spielte er 38 Spiele und warf für 8097 Yards, 45 Touchdowns und 39 Interceptions. Die Jets holten in keiner der drei Saisons mehr als sieben Siege.

    Darnold wurde daraufhin in der Offseason 2021 zu den Carolina Panthers getradet. In seinem ersten Spiel für die Panthers bezwang er direkt sein altes Team und schlug mit den Panthers die Jets mit 19:14. Nach drei Siegen in Folge verletzte sich Darnold bei seiner ersten Niederlage bei den Panthers und fiel mehrere Wochen aus. Nach seiner Rückkehr musste er sich mit Cam Newton abwechseln, bevor er 2022 zum Backup degradiert wurde. Im Laufe der Saison wurde er erneut zum Starting-Quarterback, konnte in sechs Spielen aber keine nennenswerten Leistungen erbringen. Als Free Agent endete seine Zeit in Carolina.

    Daraufhin unterschrieb er bei den San Francisco 49ers, bei denen er als Backup für Brock Purdy fungierte und nur in einem Spiel startete. 2024 erhielt er von den Minnesota Vikings einen Einjahresvertrag als Backup für Rookie-Quarterback J. J. McCarthy. Doch McCarthy musste die Saison schon in der Preseason aufgrund einer Meniskusverletzung aufgeben und Darnold wurde zum Starting-Quarterback der Vikings.

    GLENDALE, AZ - JANUARY 13: Minnesota Vikings quarterback Sam Darnold (14) throws a pass during the NFL, American Football Herren, USA Wild Card Playoff football game between the Minnesota Vikings and the Los Angeles Rams on January 13, 2025, at State Farm Stadium in Glendale, AZ. (Photo by Kevin Abele Icon Sportswire) NFL: JAN 13 NFC Wild Card Playoffs - Vikings at Rams EDITORIAL USE ONLY Icon250113116
    Sam Darnold spielte eine starke Saison bei den Vikings und führte sie in die Playoffs. AGO/Icon Sportswire

    Entgegen aller Erwartungen spielte Sam Darnold eine überragende Saison. In seiner Breakout-Saison bei den Vikings warf Darnold in 17 Regular-Season-Spielen für 4319 Yards, 35 Touchdowns und nur zwölf Interceptions. Er führte die Vikings in die Playoffs, verlor jedoch sein erstes Playoffspiel mit 27:9 gegen die Los Angeles Rams. Darnold wurde dank seiner starken Leistungen in den Pro Bowl gewählt und wurde für den Comeback Player of the Year nominiert, verlor den Award aber an Joe Burrow.

    Doch trotz der guten Leistungen verlängerten die Vikings nicht mit ihm und Darnold wurde erneut ein Free Agent, bis ihn die Seahawks mit einem Dreijahresvertrag, inklusive einem Gehalt von knapp über 100 Millionen Dollar ausstatteten. In dieser Saison knüpfte Darnold in Seattle nahtlos an die Erfolge bei den Vikings an und wurde erst zum zweiten Quarterback nach Tom Brady, der zwei Saisons mit 14 Siegen in Folge aufweisen konnte.

    Diesmal erreichte Darnold mit den Seahawks den First Seed in der NFC und setzte sich in den Playoffs gegen die 49ers und die Rams durch und steht damit mit dem Team aus Seattle in seinem ersten Super Bowl als Starter, womit vermutlich niemand mehr gerechnet hatte.

    Im zweiten Jahr im Super Bowl: Der Karriereweg von Drake Maye

    Als Four-Star-Prospect kam Drake Maye von seinem High-School-Team der Myers Park High School zum College-Team von North Carolina. Ebenso wie Darnold entschied sich Maye für ein Redshirt-Jahr und kam in seinem ersten Jahr am College nur in vier Spielen für UNC zum Einsatz. Nachdem Sam Howell 2022 gedraftet wurde, stieg Maye sofort zum neuen Starting-Quarterback von UNC auf. Maye führte UNC in seinem ersten Jahr als Starter sofort zu einem Record von 9-5 und zu einer Teilnahme am ACC Championship Game und am Holiday Bowl. Zudem wurde er zum ACC Player of the Year gekürt und brach mit 4321 Yards und 38 Touchdowns gleich zwei Uni-Rekorde.

    In seiner zweiten Saison bei UNC erreichte das Team einen Record von 8-4. Maye zeigte erneut starke Leistungen, wurde ins All-ACC Second Team gewählt und erspielte sich viel Aufmerksamkeit von NFL-Scouts. Mit 8018 Yards erreichte Drake Maye Platz fünf der meisten Yards der Uni jemals und warf mit 63 die viertmeisten Touchdowns in der Geschichte von UNC.

    2024 wurde Maye ebenfalls wie Darnold an dritter Stelle der ersten Runde gedraftet. Nach Caleb Williams (Erster Pick, Bears) und Jayden Daniels (Zweiter Pick, Commanders) wählten die New England Patriots Drake Maye aus. Maye kam in ein Franchise, das seit dem Abgang von Tom Brady nicht wieder in die Spur gefunden hatte und einen langen Rebuild durchmachte. Mit Maye sollte endlich wieder eine erfolgreiche Zeit bei den Patriots anbrechen.

    Doch die erste Saison von Drake Maye bei den Patriots sorgte für viel Ernüchterung. Mit einem schwachen Kader und durchschnittlichem Coaching kamen die Patriots nur auf einen Record von 4-13. Maye spielte eine durchschnittliche Saison für einen Rookie-Quarterback, zeigte aber immer wieder sein Potenzial. Mit 2276 Yards, 15 Touchdowns und zehn Interceptions kam Maye in seiner ersten Saison in der NFL in den Pro Bowl als Ersatz für Josh Allen.

    NFL, American Football Herren, USA New England Patriots at Tennessee Titans Oct 19, 2025; Nashville, Tennessee, USA; New England Patriots coach Mike Vrabel talks to quarterback Drake Maye (10) during the second quarter at Nissan Stadium. Nashville Nissan Stadium Tennessee USA, EDITORIAL USE ONLY PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xAndrewxNellesx 20251019_jcd_usa_0227
    Drake Maye und die Patriots blühten unter dem neuen Head Coach Mike Vrabel auf. IMAGO/Imagn Images

    Zur Saison 2025 übernahm mit Mike Vrabel ein neuer Head Coach in New England und die Patriots verstärkten ihren Kader massiv in der Offseason. Mit einem der leichtesten Spielpläne in der NFL und einem verstärkten Team blühte Maye unter Vrabel auf und spielte eine sehr starke zweite Saison. Der 23-Jährige warf für 4394 Yards, 31 Touchdowns und acht Interceptions. Er wurde ins Second-All-Pro-Team gewählt und diesmal direkt in den Pro Bowl. Mit einem Record von 14-3 führte er die Patriots in die Playoffs und schlug auf dem Weg in den Super Bowl die Chargers, die Texans und die Broncos. Damit steht der junge Quarterback bereits in seinem zweiten Jahr in der NFL im Super Bowl.

    Die Quarterbacks im statistischen Vergleich

    Drake Maye und Sam Darnold haben beide eine starke Saison gespielt und es als Anführer ihres Teams bis in den Super Bowl geschafft. Beide gewannen gleich viele Spiele in der Regular Season (14), wobei Darnold mit den Seahawks den First Seed der NFC erreichte, während Maye mit den Patriots nur die eigene Division gewann. Maye gewann mit den Patriots dafür aber auch ein Playoff-Spiel mehr, da sich die Patriots im Wild Card Game mit 16:3 gegen die Chargers durchsetzten.

    In der Regular Season hatte Maye statistisch gesehen ein wenig die Nase vorne. Mit 4394 Yards liegt er auf Platz vier der NFL, einen Platz vor Darnold mit 4048 Yards. Mit 31 Touchdowns warf Maye allerdings deutlich mehr als Darnold (25) und machte auch weniger Fehler. Denn Maye warf nur acht Interceptions, während Darnold den Ball 14-mal zum Gegner warf.

    Auch was die Präzision angeht, legte Maye eine etwas bessere Performance hin. Der Patriots-Quarterback brachte ganze 72 Prozent seiner Pässe an, Spitzenwert aller NFL-Quarterbacks mit mindestens 450 Passing Yards diese Saison. Mit 67,7 Prozent liegt Darnold allerdings auch noch in den Top-10 der NFL-Quarterbacks.

    Eine weitere Statistik zur Einschätzung der Performance eines Quarterbacks ist das Passer-Rating und das Quarterback-Rating. Letzteres wird von ESPN seit 2006 kalkuliert. Beim Passer-Rating ist es erneut Maye, der diese Saison besser war. Mit einer Durchschnittsbewertung von 113,5 hat er die beste Bewertung der NFL und ist deutlich vor Darnold (99,1), der nur auf Platz elf liegt. Beim Quarterback-Rating von ESPN ist die Diskrepanz zwischen den beiden Quarterbacks noch größer. Maye führt die NFL auch bei dieser Bewertung mit 77,1 an, während Darnold mit 55,7 nur auf Platz 21 liegt.

    In den Playoffs sieht es allerdings ganz anders aus. Obwohl Maye ein Spiel mehr gespielt hat als Darnold, warf er mit 533 Yards nur ein wenig mehr als Darnold (470 Yards), der ein Spiel weniger hatte. Beide erzielten vier Passing Touchdowns, aber Maye warf zwei Interceptions, während Darnold in den diesjährigen Playoffs keinen einzigen Pass zum Gegner warf. Auch bei der Completion-Percentage und dem Passer-Rating hat Darnold in den Playoffs ganz klar die Nase vorne.

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    Maye sorgte für diese Statistiken aber auch trotz deutlich mehr Druck. In der Regular Season wurde Maye 47-mal gesackt und in den Playoffs bereits 15-mal zu Boden gebracht. Darnold hingegen konnte sich bisher deutlich mehr auf seine O-Line verlassen und wurde während der Regular Season nur 27-mal gesackt und in den Playoffs fünfmal.

    Während Maye eine extrem starke Regular Season spielte, blühte Darnold erst richtig in den Playoffs auf. Beide haben also diese Saison schon bewiesen, dass sie auf allerhöchstem Niveau eine Offense tragen und zum Sieg führen können. Wer den besseren Tag im Super Bowl erwischt, wird sich noch zeigen.

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