06.01.2026
Rookie bleibt realistisch
Shedeur Sanders hat in seiner gesamten Football-Karriere - von der High School über Jackson State und Colorado bis zum NFL Draft - ausschließlich unter seinem Vater Deion Sanders gespielt. Nach nur einer Saison mit Kevin Stefanski muss der Browns-Rookie nun bereits seinen zweiten Head Coach in zwei Profi-Jahren kennenlernen. Seine Reaktion auf die Entlassung des Coaches: entspannt und pragmatisch.

Sanders erfuhr kurz nach dem Saisonfinale von der Entlassung seines Head Coaches Kevin Stefanski - und zeigte sich überraschend gelassen. "Wir haben es vor ein paar Sekunden erfahren", sagte der Rookie-Quarterback laut ESPN am Montag. "Aber ich denke, es geht um die grundsätzliche Mentalität: Dinge passieren, das ist einfach so in der Liga. Wir konzentrieren uns darauf, was wir individuell für den nächsten Head Coach verbessern können".
Für Sanders bedeutet Stefanskis Rauswurf eine kuriose Premiere: Die gesamte Karriere über - von der High School über Jackson State und Colorado bis zum NFL Draft - hatte er ausschließlich unter seinem Vater Deion Sanders gespielt. "Dieses Jahr war das erste Jahr mit einem anderen Head Coach als Pop", erklärte Sanders. "Das war die Umstellung von Anfang an, aber es war cool, es war in Ordnung. Verschiedene Beziehungen in verschiedenen Umständen und Situationen aufzubauen, ist immer gut".
General Manager Andrew Berry, der die Trainersuche leitet, bezeichnete Sanders zuletzt als "sehr großes 'Work in Progress'" und machte keine Zusage für 2026. Die Browns wollen sich auf dem Quarterback-Markt umsehen, wobei der neue Coach Mitspracherecht haben wird. Sanders selbst bleibt gelassen: "Ich denke, ich habe getan, was ich tun konnte, und bin definitiv in vielen Dingen gewachsen. Ich habe jetzt Erfahrung", sagte er. "Selbstvertrauen-mäßig bin ich da. Aber das liegt nicht in meinen Händen, das ist nicht meine Entscheidung".
Sanders übernahm in Woche 12 den Starting-Job und beendete die Saison mit einer 3-5-Bilanz. In acht Spielen komplettierte er 56,6 Prozent seiner 212 Pässe für 1400 Yards mit sieben Touchdowns und zehn Interceptions. Am vergangenen Sonntag führte er die Browns zum knappen Sieg gegen Cincinnati - es war der erste Game-Winning-Drive seiner Karriere.
mhh