22.09.2025
Special Teams im Fokus
Auch in Week 3 gab es wieder Leistungen, die sich einen Platz in den Geschichtsbüchern der NFL gesichert haben. Während Daniel Jones mit den Indianapolis Colts einen Rekord aufgestellt hat, den nicht einmal Peyton Manning geschafft hat, beenden die Cleveland Browns eine unglaubliche Serie.

Die unglaublichen Wochen in der NFL gehen weiter, auch Week 3 war für die Liga mal wieder ein Rekord-Tag. Das lag nicht nur an der historischen Leistung von Vikings-Cornerback Isaiah Rodgers, der mit einer PFF-Note von 99,9 direkt nach dem Spiel die beste Bewertung eines Spielers seit deren Beginn bekam, sondern auch an anderen Spielern und Teams. So wurden erstmals in der NFL-Geschichte ein Spieltag mit mehreren Pick Sixes, Punt Return Touchdowns und Blocked Field Goals, die zu einem Touchdown returned wurden, verzeichnet.
Doch welche Statistiken stechen noch aus Week 3 heraus? football-world fasst einige der verrücktesten Stats zusammen.
Satte fünfmal wurden am vergangenen Sonntag ein Field Goal geblockt, viermal davon sogar im letzten Viertel. Das ist laut ESPN Research die größte Anzahl für geblockte Field Goals in einem Viertel seit mindestens 45 Jahren. Derweil wurden zuletzt 2019 in Week 13 fünf FGs an einem Spieltag geblockt - der Bestwert seit 1990.
Doch damit nicht genug: Jordan Davis, der laut Saquon Barkley vielleicht auch Running Back spielen könnte, ist der schwerste Spieler der NFL-Geschichte, der ein geblocktes Field Goal für über 50 Yards zum Touchdown returned hat. Der 152 Kilogramm (336 Pfund) schwere Defensive Tackle rangiert bei allgemeinen Returns für einen TD dieser Länge laut NFL auf Position vier. Spitzenreiter ist Shaun Rogers, der bei seinem 66-Yard-Interception-Return-Touchdown 2007 für die Detroit Lions knapp 159 Kilo (350 Pfund) auf die Waage brachte.
Da auch Jalen Carter gegen die Los Angeles Rams ein Field Goal blockte, sind die Eagles das erste Team seit mindestens 1978, das in einem Spiel zwei FGs geblockt haben.
Die Indianapolis Colts sind einfach nicht aufzuhalten in dieser Saison. Daniel Jones steht mit seinem Team nach den ersten drei Spielen bei 103 erzielten Punkten, das bedeutet ein neuer Franchise-Rekord. Selbst Peyton Manning schaffte dies zu seinen besten Zeiten bei den Colts nicht.

Doch damit nicht genug: Während die Colts laut ESPN Research das erste Team seit mindestens 1940 sind, dass in den ersten drei Spielen nur einmal gepuntet hat, hat auch Jones den nächsten Rekord aufgestellt. Er ist der erste Spieler seit mindestens 90 Jahren, der die Saison mit je drei Passing und Rushing Touchdown sowie keinem Turnover begonnen hat.
Dass er zudem gemeinsam mit Alex Smith (2017) und Patrick Mahomes (2018) der einzige QB seit 1950 mit einem 3-0-Start und einem Durchschnitt von neun Yards pro Wurf bei mindestens 75 Versuchen ist, untermauert den starken Saisonstart von Jones.
Auch die Tampa Bay Buccaneers haben sich bisher schadlos gehalten, wenngleich es gegen die New York Jets erneut hochdramatisch war. Laut Elias Sports Bureau sind die Bucs damit das erste Team seit dem Zusammenschluss der AFL und NFL 1970, das die ersten drei Saisonspiele mit Punkten in der letzten Spielminute gewonnen hat.
Doch damit nicht genug: Während die Buccaneers ihren besten Saisonstart seit 2005 bejubeln können, haben sie einen Negativrekord eingestellt. Gemeinsam mit den Tennessee Titans (2020) und damaligen Washington Redskins (2005) halten sie laut ESPN Research bei einem Record von 3-0 die schlechteste Punktedifferenz, alle drei standen nach Week 3 jeweils nur bei +6. Das Gute: Sowohl die Redskins als auch die Titans schafften es später in die Playoffs.
Ebenfalls historisch war das Comeback der Cleveland Browns gegen die Green Bay Packers. Erstmals seit November 1967 und damit nach 300 (!) Spielen haben die Packers laut CBS einen Vorsprung von zehn Zählern oder mehr in den verbleibenden vier Minuten des letzten Viertels hergeschenkt. Letztmals gelang dies den Baltimore Colts mit Trainer-Legende Don Shula.
Derweil wird die Luft bei den New York Giants immer dünner für Russell Wilson. Der Quarterback wurde bei der Niederlage seines Teams von den eigenen Fans ausgebuht. Das ist angesichts seiner Leistung durchaus nachvollziehbar. So ist er laut Opta Stats der erste Quarterback, der als Starter in einem Spiel für weniger als 200 Yards und keinen Touchdown geworfen hat, eine Woche später dafür mehr als 450 Yards und danach dann wieder für unter 200 Yards und keinen Touchdown.
smu