07.10.2026
Offensives Feuerwerk
Vier Spieltage sind in der NFL absolviert und einige Offensiven haben bereits deutlich gemacht, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist. Während manche Teams noch nach ihrer Identität suchen, produzieren diese fünf Mannschaften bereits Woche für Woche Punkte.

Die Buffalo Bills stellen nach vier Wochen die punktstärkste Offense der NFL. 127 Punkte erzielte das Team bislang, was einem Schnitt von 31,8 Zählern pro Spiel entspricht. Dabei zeigt sich, dass die Offense längst nicht nur von einem einzigen Spieler abhängig ist.
Angeführt wird die Offensive natürlich von Josh Allen. Dazu entwickelt sich James Cook zum anderen wichtigsten Faktore im Laufspiel. Der Running Back kommt bereits auf 421 Rushing Yards und durchschnittlich 6,0 Yards pro Lauf. Auch gegen die New England Patriots erzielte Cook wieder einen Touchdown, obwohl Buffalo die Partie am Ende mit 26:29 verlor.
Die Niederlage gegen New England änderte deshalb wenig am Gesamteindruck. Buffalo hat in vier Spielen bereits 127 Punkte erzielt und damit die bislang explosivste Offense der Liga.

Auch die Dallas Cowboys gehören zu den Teams, die ihre Gegner offensiv regelmäßig vor große Probleme stellen. 122 Punkte stehen nach vier Spielen auf dem Konto, womit Dallas gemeinsam mit den San Francisco 49ers den zweitbesten Wert der NFL erreicht.
Wie gefährlich die Offense sein kann, zeigte sich zuletzt gegen die Houston Texans. Nach einem Rückstand von zehn Punkten zur Halbzeit drehte Dallas die Partie noch und gewann mit 34:30. Das Comeback wird noch beeindruckender, wenn man bedenkt, was für eine Qualität die Houston Texans in der Defense haben. Dak Prescott warf für 335 Yards, während CeeDee Lamb eine historische Vorstellung ablieferte.
Der Wide Receiver fing 17 Pässe für 189 Yards und erzielte 40 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Touchdown. Die 17 Receptions sind die meisten eines Wide Receivers in der Geschichte der Cowboys. Gleichzeitig sorgte Javonte Williams mit drei Rushing-Touchdowns in der zweiten Hälfte für die nötige Unterstützung.
Dallas ist damit aktuell offensiv kaum auszurechnen. Das größte Problem liegt weiterhin auf der anderen Seite des Balles: Die Defense ist auch der Grund, warum die Cowboys nur bei einem Record von (2-2) stehen. Die Offense produziert bislang aber konstant genug Punkte, um die Cowboys trotz ihrer defensiven Schwächen im Rennen zu halten.

Die San Francisco 49ers liefern eine der komplettesten Offensivleistungen der bisherigen Saison ab. 122 Punkte bedeuten ebenfalls einen Schnitt von 30,5 Punkten pro Spiel. Gleichzeitig steht San Francisco mit 4-0 an der Spitze der NFC West.
Brock Purdy spielt dabei bislang auf einem herausragenden Niveau. Nach vier Spielen kommt der Quarterback auf 70,5 Prozent angekommene Pässe, 1008 Passing Yards, elf Touchdowns und lediglich eine Interception. Auch in Week 4 blieb Purdy fehlerfrei und führte die 49ers zu einem 24:14-Erfolg gegen die starke Defense der Denver Broncos.
Besonders bemerkenswert ist, dass San Francisco trotz Ausfällen auf einigen Skill-Positionen konstant punktet. Die Mischung aus Purdy, dem kreativen Offensivsystem von Kyle Shanahan und einer weiterhin gefährlichen Laufkomponente macht die 49ers für gegnerische Defenses schwer berechenbar.

Die Carolina Panthers haben in diesem Jahr einen enormen Schritt nach vorne gemacht. Nach vier Spielen steht das Team bei 2-2 und hat bereits 121 Punkte erzielt. Das entspricht 30,3 Punkten pro Spiel und Platz vier der gesamten NFL. Gleichzeitig gehört Carolina mit 437,2 Yards pro Partie auch bei der produzierten Offense zu den absoluten Spitzenreitern.
Im Mittelpunkt steht Bryce Young, der nach seinem starken Saisonstart auch gegen die Detroit Lions überzeugte. Beim 32:26-Sieg warf Young für 329 Yards und zwei Touchdowns. Besonders gut funktionierte die Verbindung zu Receiver Tetairoa McMillan. Der fing 14 Pässe für 192 Yards und beide Touchdowns von Young. Dazu lief Chuba Hubbard für 122 Yards und zwei weitere Scores.
Carolina ist damit längst nicht mehr nur wegen einzelner Big Plays gefährlich. Die Offense ist vor allem durch die Luft gefährlich. Wenn das Rushing Game über Chuba Hubbard noch konstanter wird, ist diese Offense nicht aufzuhalten.

Auch wenn die Bilanz der Detroit Lions mit 2-2 nicht überragend aussieht, gehört die Offense zu den besten der NFL. Detroit erzielte bislang 119 Punkte und kommt damit auf 29,8 Punkte pro Spiel. Nur vier Teams haben aktuell mehr Zähler produziert.
Wie explosiv die Offense sein kann, zeigte sich zuletzt bei der 26:32-Niederlage gegen Carolina. Jared Goff warf für 412 Yards und einen Touchdown, Jameson Williams kam auf 102 Receiving Yards. Jahmyr Gibbs war in diesem Spiel weitesgehend aus dem Spiel genommen, dennoch bewegten die Lions den Ball ohne Probleme. Normalerweise sind Jahmyr Gibbs und Amon-Ra St. Brown die Fokuspunkte der Offfense.
Die Offense produziert auf hohem Niveau, doch die Defense lässt noch mehr zu. Detroit hat nach vier Spielen 127 Punkte kassiert und damit die zweitschlechteste Bilanz der Liga. Die Offense muss deshalb jede Woche liefern, um die schwache Verteidigung auszugleichen.
par