24.08.2026
Saisonprognose
Die NFC West geht mit drei echten Titelkandidaten in die Saison 2026. Während die Los Angeles Rams nach einer spektakulären Offseason als Favorit gelten, wollen die Seattle Seahawks ihren Super-Bowl-Triumph bestätigen. Dahinter lauern die San Francisco 49ers, die trotz zahlreicher Verletzungssorgen jederzeit das Potenzial für den Divisionstitel besitzen. Die Arizona Cardinals befinden sich dagegen im kompletten Neuaufbau.

Kaum eine Division vereint derzeit so viel Starpower wie die NFC West. Matthew Stafford, Sam Darnold und Brock Purdy führen drei Teams an, die sich realistische Hoffnungen auf den Super Bowl machen dürfen. Gleichzeitig stehen alle Favoriten vor entscheidenden Fragezeichen - wodurch ein enges Rennen um die Divisionskrone zu erwarten ist
Ceiling: 16-1
Floor: 10-7
Die Rams haben in der Offseason ein klares Zeichen gesetzt: Dieses Team will den Super Bowl gewinnen. Mit der Verpflichtung von Defensive Player of the Year Myles Garrett sowie All-Pro-Cornerback Trent McDuffie wurde eine ohnehin starke Mannschaft nochmals deutlich verstärkt. Head Coach Sean McVay verfügt weiterhin über eine der kreativsten Offenses der Liga, angeführt von Matthew Stafford, Puka Nacua und einem Running-Back-Duo aus Kyren Williams und Blake Corum.
Besonders die Defense dürfte nach den Neuzugängen einen gewaltigen Sprung machen. Garrett verändert gegnerische Gameplans im Alleingang, während McDuffie die größte Schwachstelle des Vorjahres beheben soll. Trotz eines anspruchsvollen Spielplans gelten die Rams deshalb als leichter Favorit auf den Divisionstitel.
Ceiling: 14-3
Floor:: 9-8
Als amtierender Super-Bowl-Champion geht Seattle mit einer großen Zielscheibe auf dem Rücken in die neue Saison. Der Kern des Meisterteams ist nahezu komplett zusammengeblieben, dennoch wartet mit dem Abgang von Kenneth Walker III eine der größten Herausforderungen der Offseason. Zach Charbonnet soll das Laufspiel übernehmen, während Offensive Coordinator Brian Fleury die erfolgreiche Offense weiterentwickeln soll.
Quarterback Sam Darnold kommt aus der besten Saison seiner Karriere und verfügt weiterhin über ein hervorragend besetztes Receiver-Corps. Allerdings musste Seattle in den vergangenen Wochen mehrere Verletzungsrückschläge verkraften - unter anderem fallen Jake Bobo sowie Rookie Bud Clark langfristig aus. Auch deshalb dürfte der Weg zur Titelverteidigung deutlich schwieriger werden als im Vorjahr.
Ceiling: 13-4
Floor: 8-9
Kaum ein Team besitzt auf dem Papier mehr Talent als die 49ers. Brock Purdy kann auf eine Offense mit Christian McCaffrey, George Kittle, Mike Evans und De'Zhaun Stribling bauen, während Kyle Shanahan weiterhin zu den besten Playdesignern der NFL zählt.
Die größte Sorge bleibt jedoch die Gesundheit des Kaders. Nick Bosa, Christian McCaffrey, Mike Evans und weitere Leistungsträger mussten bereits im Training Camp pausieren. Hinzu kam der zwischenzeitliche Ausfall von Shanahan nach einer Gehirnerschütterung. Positiv: George Kittle wurde inzwischen von der PUP-Liste aktiviert und könnte rechtzeitig zum Saisonauftakt zurückkehren. Bleiben die 49ers gesund, sind sie jederzeit ein Kandidat für den Divisionstitel - andernfalls droht erneut eine Saison voller Verletzungsprobleme.
Ceiling: 6-11
Floor: 1-16
In Arizona beginnt praktisch alles von vorne. Nach der Trennung von Jonathan Gannon und Quarterback Kyler Murray startet unter Head Coach Mike LaFleur eine neue Ära. Jacoby Brissett geht zunächst als Starter in die Saison, doch der an Nummer drei gedraftete Rookie Carson Beck gilt langfristig als Hoffnungsträger der Franchise.
Der größte Lichtblick bleibt Tight End Trey McBride, der sich inzwischen zu einem der besten Passempfänger seiner Position entwickelt hat. Auch Running Back Jeremiyah Love soll den Neuaufbau beschleunigen. Trotzdem spricht aktuell nur wenig dafür, dass Arizona mit den drei Spitzenteams der Division mithalten kann. Die Defense zählt weiterhin zu den größten Baustellen der Liga, während der schwere Spielplan einen schnellen Wiederaufstieg zusätzlich erschwert.
nkr