25.02.2026
Pro Bowl Linebacker steht vor Wechsel
Bei den Chicago Bears zeichnet sich eine mögliche Veränderung im Kern der Defensive ab. Eine Personalie, die lange als gesetzt galt, steht plötzlich zur Disposition. Welche Konsequenzen das für die Ausrichtung der Defense haben könnte, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Die Chicago Bears stellen ihre Defensive offenbar neu auf. Linebacker Tremaine Edmunds hat vom Team die Erlaubnis erhalten, sich nach einem Trade umzusehen. Damit könnte sich die Franchise von einem ihrer zentralen Bausteine in der Mitte der Defense trennen - ein Schritt mit finanziellen und strategischen Hintergründen.
Edmunds wurde 2018 an Position 16 von den Buffalo Bills gedraftet und entwickelte sich dort zu einem zweifachen Pro Bowler. 2023 unterschrieb er bei den Bears einen Vierjahresvertrag über bis zu 72 Millionen Dollar und sollte als "Field General" die Defensive anführen.
Seine Produktion war konstant: In allen acht NFL-Saisons übertraf er die Marke von 100 Tackles. Auch 2025, obwohl er vier Spiele aufgrund einer Leistenverletzung verpasste, führte er das Team mit 112 Tackles an. Hinzu kamen drei Tackles for Loss, vier Interceptions und eine Fumble Recovery.
Nach der Umstrukturierung des Trainerstabs wechselte Edmunds unter Defensive Coordinator Dennis Allen auf die Weakside-Position. Der Start verlief vielversprechend: Drei Wochen in Folge mit zweistelligen Tackle-Zahlen, dazu vier Interceptions.
Doch nach seiner Verletzung in Woche 11 gegen Minnesota konnte er nicht mehr an dieses Niveau anknüpfen. Seine zweite Saisonhälfte verlief deutlich unauffälliger.
Edmunds geht in das letzte Jahr seines Vertrags und soll 2026 rund 17 Millionen Dollar verdienen. Die Bears scheinen nicht bereit zu sein, diese Summe zu tragen. Ein Trade würde finanzielle Flexibilität schaffen, eine Entlassung würde rund 15 Millionen Dollar an Cap Space freisetzen.
Mit erst 28 Jahren bleibt Edmunds im besten Football-Alter und hat bewiesen, dass er bei voller Gesundheit ein produktiver Starter sein kann. Ob sich ein Abnehmer findet oder Chicago letztlich den Weg über eine Entlassung wählt, dürfte eine der spannendsten Personalfragen der kommenden Wochen werden.
mgs