vor 1 Tag
Mahomes am Tiefpunkt, Burrow dreht frei
Zwei vergebene Field Goals aus kürzester Distanz, ein historisch harmloser Patrick Mahomes und ein völlig beispielloser Blitz-Rekord: Week 7 der NFL-Saison 2026 hatte statistisch einiges zu bieten. Wir haben die verrücktesten Zahlen, Rekorde und Kuriositäten des Spieltags gesammelt.

Das dürfte Trey Smack so schnell nicht vergessen. Der Packers-Kicker vergab gegen Detroit Field Goals aus gerade einmal 26 und 35 Yards, wobei der zweite Versuch leicht geblockt wurde. Seit Mike Nugent 2019 hatte kein NFL-Kicker mehr zwei Versuche aus höchstens 35 Yards im selben Spiel vergeben. Besonders bitter: Green Bay verlor mit 17:20 durch ein Field Goal in letzter Sekunde.
Drei Punkte, elf First Downs und 213 Total Yards: Gegen Seattles "Dark Side" ging für die Chiefs offensiv praktisch nichts. Noch bemerkenswerter war allerdings, dass Kansas City bei keinem einzigen seiner acht Drives die gegnerische Red Zone erreichte. So etwas hatte es in der gesamten bisherigen NFL-Karriere von Patrick Mahomes als Starting Quarterback noch nie gegeben.
Brian Flores kennt offenbar keine halben Sachen. Gegen Daniel Jones schickten die Vikings bei unglaublichen 85,2 Prozent seiner Dropbacks zusätzliche Pass Rusher. Seit Beginn der Next-Gen-Stats-Erfassung 2016 hatte noch keine NFL-Defense in einem Spiel häufiger geblitzt. Alle vier Sacks der Vikings entstanden bei Blitzes.
Die Vikings sind auch dadurch tatsächlich noch immer ungeschlagen. Das Verrückte: In sechs Spielen hat ihre Offense erst zehn Touchdowns erzielt. So wenige hatte kein Team mit einer 6-0-Bilanz mehr seit den Chicago Bears von 1933. Die 125 erzielten Punkte sind außerdem der zweitniedrigste Wert eines 6-0-Teams seit 1940. Defensiv sieht die Welt übrigens ganz anders aus: In sechs vierten Vierteln ließ Minnesota insgesamt nur drei Punkte zu.
Zur Pause gegen Baltimore hatte Joe Burrow gerade einmal 43 Passing Yards gesammelt, seine Bengals lagen 0:13 zurück. Was danach folgte, war allerdings Wahnsinn: Burrow komplettierte 16 von 18 Pässen für 249 Yards und vier Touchdowns - bei einem perfekten Passer Rating von 158,3. Cincinnati gewann 35:13 und wurde erst zum zehnten Team der NFL-Geschichte, das nach einer punktlosen ersten Halbzeit noch mindestens 35 Punkte erzielte.
Jared Goff hat nach seinen ersten sechs Saisonspielen 14 Touchdown-Pässe und noch keine einzige Interception auf dem Konto. Damit stellte der Lions-Quarterback einen NFL-Rekord von Russell Wilson aus dem Jahr 2019 ein. Noch beeindruckender: Goff hat mittlerweile in 29 aufeinanderfolgenden Spielen mindestens einen Touchdown-Pass geworfen - Franchise-Rekord in Detroit.
Tampa Bay brauchte gegen Carolina nur das zweite Viertel, um eine besonders kuriose Bestmarke einzustellen. Die Buccaneers punkteten durch einen Rushing Touchdown, einen Passing Touchdown, ein Field Goal, einen defensiven Touchdown und einen zurückgetragenen geblockten Extrapunktversuch. Das hatten zuvor nur die Jets 2018 gegen Detroit geschafft.
Ganz nebenbei gewann Tampa Bay mit 43:13, obwohl Baker Mayfield bei gerade einmal elf Passversuchen lediglich 64 (!) Passing Yards sammelte.
Matthew Stafford schrieb beim 35:21 der Rams gegen Las Vegas Geschichte. Mit seinem 155. Touchdown-Pass für L.A. überholte er Roman Gabriel und wurde zum Franchise-Rekordhalter. Das Besondere: Auch bei den Detroit Lions führt Stafford die ewige Bestenliste mit 282 TD-Pässen an. Als erster Quarterback überhaupt hält er damit den Karriere-Touchdown-Passrekord zweier aktueller NFL-Franchises.
62 Yards bis in die Endzone: Bo Nix erzielte gegen Arizona den längsten Rushing Touchdown eines Quarterbacks in der Geschichte der Denver Broncos. Dazu kam ein 52-Yard-Touchdown-Pass. Nix wurde damit erst zum fünften Quarterback der NFL-Geschichte, der in einer Partie sowohl einen Rushing als auch einen Passing Touchdown über mindestens 50 Yards erzielte.
Trey McBride hat als erster Spieler der NFL-Geschichte in jedem der ersten sieben Saisonspiele mindestens sieben Pässe gefangen. Gleichzeitig ist der Cardinals-Star der erste Tight End, der innerhalb seiner ersten fünf NFL-Saisons die Marke von 400 Karriere-Receptions erreicht hat. Seine zehn Spiele mit mindestens zehn Catches sind zudem der fünftbeste Wert eines Tight Ends überhaupt.
Die NFC North bleibt auch nach Week 7 eine echte Ausnahmeerscheinung: Vikings (6-0), Bears (5-2), Lions (4-2) und Packers (4-3) stehen allesamt über .500. Und damit nicht genug: Auch alle vier Teams der AFC North haben eine positive Bilanz. Erstmals in der NFL-Geschichte stehen nach sieben Spieltagen gleich zwei komplette Divisions mit Winning Records da!
| Team | Siege | Niederlagen | PCT |
|---|---|---|---|
| Minnesota Vikings | 6 | 0 | 1.000 |
| Chicago Bears | 5 | 2 | .714 |
| Detroit Lions | 4 | 2 | .667 |
| Green Bay Packers | 4 | 3 | .571 |
| Team | Siege | Niederlagen | PCT |
|---|---|---|---|
| Cleveland Browns | 5 | 2 | .714 |
| Pittsburgh Steelers | 5 | 2 | .714 |
| Cincinnati Bengals | 4 | 2 | .667 |
| Baltimore Ravens | 4 | 3 | .571 |
Andre Szmyt entschied mit seinem Field Goal gegen Tennessee bereits das zweite Browns-Spiel hintereinander bei auslaufender Uhr. Cleveland hat nun alle fünf Saisonsiege durch späte Führungswechsel im Schlussviertel geholt. Für die Nerven ihrer Fans dürfte diese Vorliebe für dramatische Endphasen allerdings weniger erfreulich sein.
New Orleans brachte es bei der 10:16-Niederlage gegen Pittsburgh auf gerade einmal 18 Rushing Yards bei 17 Läufen. Das entspricht durchschnittlich knapp 1,1 Yards pro Versuch. Steelers-Running-Back Jaylen Warren sammelte mit 101 Yards allein mehr als fünfmal so viele Rushing Yards wie die gesamte Saints-Mannschaft.