18.09.2026
Feuerwerk in Week 1
Es ist zwar erst ein Spiel in der NFL gespielt, jedoch lässt sich jetzt schon sagen, dass die Baltimore Ravens trotz der großen Veränderungen im Coaching Staff diese Saison der Favorit auf den Titel in der AFC North sind.

In der NFL werden schnell Schlüsse gezogen und Spiele, Athleten und Trainer werden schnell bewertet. Genau darum handelt es sich bei dieser Einschätzung über die Baltimore Ravens. Das Team in lila und schwarz durchlebte eine große Veränderung in dieser Offseason:
Der jahrelange und sehr erfolgreiche Head Coach John Harbaugh wurde entlassen und durch Defensive Coordinator Jesse Minter ersetzt. Die Rolle des DC übernahm Anthony Weaver. Trotz dieser Veränderungen und einer verletzungsgeplagten Saison 2025 für Elite-Quarterback Lamar Jackson wurde das Team schon früh als Favorit in der AFC North gehandelt. Diese Einschätzung konnte das Team in Woche 1 der neuen Saison unterstreichen.
Obwohl die Ravens mit einem neuen Head Coach in die neue Saison gestartet sind, änderte das kaum etwas am Erfolg des Teams. Das Team aus Baltimore musste am ersten Spieltag in Indianapolis gegen die Colts ran. Mit einem deutlichen 23:41 setzten sich die Ravens durch und bewiesen sowohl in der Offense als auch in der Defense ihre Stärke.
Die Offense der Ravens erwischte gleich im ersten Spiel einen absoluten Sahnetag und führte eine der besten Defenses der Liga vor. Insgesamt erzielte das Team 506 Total Yards durch die Offense - doppelt so viele wie die Colts (251 Yards). Die Ravens kontrollierten den Ball und die Uhr das gesamte Spiel über und waren über 35 Minuten im Ballbesitz - das strahlt eine große Dominanz aus. Zudem setzte sich das Team am Boden durch. Die Colts-Defense lag in der letzten Saison auf Platz 7 gegen den Lauf und ließ im Schnitt etwa 102 Yards pro Spiel zu. Die Ravens liefen über die Colts-Defense förmlich drüber und erzielten 202 Yards am Boden, 144 davon durch Star-Running-Back Derrick Henry, der auch noch dreimal in die Endzone kam.
Auch Lamar Jackson war wieder der Alte. Der Dual-Threat-Quarterback warf für 324 Yards, einen Touchdown und lief zusätzlich für 40 Yards und einen weiteren Touchdown. Die Colts-Defense bekam ihn nicht unter Kontrolle und auch Receiver Zay Flowers konnte mit 150 Yards und einem Touchdown glänzen, bevor er sich verletzte.
Die Defense der Ravens machte einen ebenso guten Job wie die Offense. Die ohnehin schon starke Defense war perfekt auf das lauflastige Spiel der Colts eingestellt. Indianapolis hatte in der vergangenen Saison 118 Yards am Boden erzielt und durch eine extrem starke Offensive Line und Jonathan Taylor eine Top-Run-Offense gestellt. Doch die Ravens-Defense hielt Taylor und das Laufspiel größtenteils in Schach und ließ insgesamt nur 102 Rushing Yards zu. Zudem wurde das Passspiel schnell unterbunden. Die Ravens brachten Colts-Quarterback Daniel Jones zweimal zu Boden und übten mit insgesamt neun Quarterback Hits den erfahrenen Veteranen dauerhaft unter Druck.

Zudem erzwang die Defense neben sechs Tackles for Loss zwei Turnover. Roquan Smith fing einen Pass von Jones ab und einen Fumble konnte das Team sichern. Auch bei den Special Teams lieferten die Ravens ein perfektes Spiel. Kicker Tyler Loop, der in der vergangenen Saison mit einigen Fehlern zu kämpfen hatte, traf alle Extrapunkte und zwei Field Goals, von denen eins aus 57 Yards Entfernung war. Selbst Punter Ryan Eckley erwischte einen guten Tag, puntete im Schnitt 46,7 Yards weit und zwang die Colts bei allen seinen drei Punts bis hinter die eigene 20-Yard-Line zurück.
Obwohl die Ravens ein herausragendes Spiel ablieferten, steckt noch mehr in dem Team. Ohne die Verletzung von Flowers hätten Jackson und der Receiver noch mehr Yards erzielen können. Zudem kassierten die Ravens 10 Flaggen mit 86 Yards Strafe und scheiterten einmal in der Redzone. Ohne diese Fehler und mit einem noch besser eingespielten System könnten die Ravens noch mehr Gefahr ausstrahlen und jedem Team in der NFL gefährlich werden, besonders denen aus der AFC North, gegen die sie jeweils zweimal spielen werden.
nhu