07.07.2026
Wegen Verletzungspech
Aufatmen in Cleveland: Trotz Horror-Vertrag von Deshaun Watson bekommen die Browns einige Millionen wieder in ihre Kassen gespült. Denn ausgerechnet die vielen Verletzungen des Quarterbacks könnten dem Franchise nun zum Geldregen verhelfen.

Teil der Restrukturierung des Fünfjahresvertrags mit Deshaun Watson aus dem Jahr 2023 war eine Versicherung, die es ermöglicht im Nachhinein eine große Summe für diverse Verletzungen des Spielmachers zurückzubekommen. Dabei geht es konkret um die Schulterverletzung 2023, sowie der Achillessehnenriss 2024.
Während sich sogenannte "Versicherungs Addendum" nicht in allen NFL Verträgen finden lassen, werden diese vorrangig bei namhaften Spielern und großen Deals angewendet. Auch bei älteren Spielern, wie beispielsweise dem Arbeitspapier von Drew Brees in New Orleans, wurde ein höheres Verletzungspotenzial so vorgebeugt. Jene Versicherungen sollen das Risiko für das Team minimieren und sorgen dafür, dass ein Verletzungsausfall nicht voll gegen den Cap steht. Zumindest oberflächlich wirkt eine solche Ergänzung als win-win für alle Parteien: Das Franchise sichert sich gegen einen Ausfall ab, der Spieler bekommt sein garantiertes Gehalt und die Versicherung casht durch die Prämie ab.
Laut NBC Sports bekommen die Browns folgende Summen an Cap-Gutschriften:
Für 2024: 8,79 Millionen Dollar
Für 2025: 16,73 Millionen Dollar
Für 2026: 21,72 Millionen Dollar
Für 2027: 16,77 Millionen Dollar
Für 2028: 16,74 Millionen Dollar
Für 2029: 7,98 Millionen Dollar
Insgesamt sind es rund 88,78 Millionen Dollar, die das Franchise aus Cleveland gegen die 230 Millionen Dollar rechnen kann, die man Watson für die fünf Jahre Vertrag garantiert hat. Watson verpasste 2023 elf Spiele, zehn in der Saison 2024 und die komplette Spielzeit 2025. Alles in allem ist der Trade des Quarterbacks damit zwar bis heute eine absolute Fehlentscheidung gewesen, durch die abgeschlossene Versicherung wurde vom Front Office aber zumindest ein Sicherheitsnetz aufgespannt.
Unklar ist, wann die Versicherung die oben genannten Summen auszahlt. Die Browns haben sich auf Nachfrage von NBC Sports bislang nicht zur Causa geäußert.
Das Problem an Versicherungsergänzungen ist allerdings der unfaire Startpunkt, der ja eigentlich durch den Salary Cap verhindert werden soll. Während ein Franchise in einem großen Markt sich hohe Prämien leisten kann und damit riskantere Verträge eintüten kann, müssen weniger finanziell solide Teams darauf verzichten und gehen ins Risiko.
tih