vor 10 Stunden
Dicke Luft in New York
Die politische Kontroverse um einen Auftritt von Quarterback Jaxson Dart bei einer Veranstaltung mit US-Präsident Donald Trump hat die New York Giants in den vergangenen Tagen beschäftigt. Nun bemühen sich Dart und Teamkollege Abdul Carter demonstrativ um Geschlossenheit.

Nachdem Carter öffentlich Kritik an Darts Auftritt geäußert hatte, betonten beide Spieler bei Medienauftritten, dass ihre unterschiedlichen politischen Ansichten nicht zu einer Spaltung innerhalb der Mannschaft führen würden.
Auslöser der Debatte war Darts Teilnahme an einer Trump-Veranstaltung, bei der der Giants-Quarterback den Präsidenten ankündigte. Carter reagierte darauf zunächst kritisch in sozialen Netzwerken und machte deutlich, dass er sich von dieser politischen Botschaft distanzieren wolle. Nach einem persönlichen Gespräch zwischen den beiden Spielern löschte er seine Beiträge jedoch wieder.
Carter erklärte später, seine Reaktion sei von seinen persönlichen Überzeugungen geprägt gewesen. "Ich stehe zu dem, woran ich glaube", sagte der Linebacker. Gleichzeitig betonte er, dass seine Kritik nicht darauf abgezielt habe, eine Feindschaft mit seinem Teamkollegen zu erzeugen. "Wir verstehen uns gut", stellte Carter klar.
Dart verteidigte seine Entscheidung und erklärte, sein Auftritt sei vor allem Ausdruck seines Respekts gegenüber dem Amt des Präsidenten gewesen. "Politik kann ein sensibles Thema sein", sagte der Quarterback. Er habe jedoch die Gelegenheit, einen amtierenden Präsidenten anzukündigen, als besondere Ehre betrachtet.
Zugleich machte Dart deutlich, dass unterschiedliche politische oder religiöse Ansichten innerhalb der Mannschaft akzeptiert werden müssten. "Wir respektieren die Überzeugungen des anderen", erklärte er. Die Gespräche innerhalb des Teams seien offen und ehrlich verlaufen.
Nach Berichten US-amerikanischer Medien beschäftigte die Angelegenheit zeitweise die gesamte Organisation der Giants. Dart sprach intern mit Mitspielern über die Situation, während Trainer und Führungsspieler den Vorfall als Gelegenheit für einen konstruktiven Austausch betrachteten.
Carter machte deutlich, dass er keine Entschuldigung erwartet habe. Wichtig sei ihm lediglich gegenseitiger Respekt gewesen. "Ich wollte nur, dass wir einander respektieren", sagte er.
nkr