26.05.2026
Appell an die NFL
Gibt es bald immer weniger Live Football an Sonntagen? Eagles-Legende Jason Kelce kritisierte die NFL jetzt für die zunehmende Spieltagszerstückelung und spricht damit vielen Fans aus der Seele.

In New Heights, dem populären Podcast der Kelce-Brüder, zeigte sich Jason Kelce nun besorgt um den Status Quo von NFL-Traditionen. Insbesondere der Sonntag, der früher das Herzstück eines jeden Spieltags war, bereitet ihm Bauchschmerzen.
Laut dem ehemaligen Profi werde aber genau jene Tradition von der NFL erheblich ins Wanken gebracht. "Sonntag ist der Tag des Footballs, oder?" Und weiter: "Abgesehen davon, dass man morgens in die Kirche geht - falls man noch gläubig ist und das tut -, finden am Sonntag so viele Spiele statt, und damit ist man aufgewachsen. Man richtet seine ganze Woche darauf aus, am Sonntag Football zu schauen."
Für den früheren Center ein Weckruf, dass die Identität des Spiels und der Liga nicht verloren gehen dürfe. "Es ist mittlerweile eine Institution, dass die NFL ihre Spiele Sonntags austrägt. Mit jedem Tag zusätzlich, entfernen wir uns ein kleines bisschen davon. Und ich mache mir Sorgen, dass das Spiel zu groß geworden ist - einer der Gründe, warum es so beliebt und groß wurde, war, dass … es ein Event war. Der Sonntag steht für die NFL, und jeder richtet seine Woche darauf aus, die Spiele zu verfolgen, die am Sonntag stattfinden, und jetzt sieht man, wie sie alle verteilt stattfinden. Ich mache mir Sorgen, dass wir uns ein wenig davon entfernen, indem wir zu viele davon veranstalten."
Inwischen sind mittels des "Sports Broadcasting Act" nur noch Freitag und Samstag für den College Football reserviert. Doch durch die zunehmende Popularität der NFL, diverse Rechtehalter, wie FOX, Amazon, NBC, ESPN, YouTube oder CBS, verändertes Nutzungsverhalten der Fans, sowie die dadurch resultierende Spieltagszerstückelung, wird der Sonntag weiter in Bedrängnis geraten.
Die reguläre Saison der Liga umfasst inzwischen 272 Spiele, erstreckt sich über 18 Wochen und vier Kontinente und füllt mittlerweile fast den gesamten Kalender aus. Tendenz steigend.
tih