15.08.2025
Packender Endspurt
Die reguläre Saison der European League of Football endet an diesem Wochen. Zwar sind alle vier Divisionstitel bereits vergeben, dennoch herrscht weiterhin ein erbitterter Kampf um die Plätze. Vier Teams liegen im Rennen um die zwei Wild Card Spots gleich auf.

Week 12 der ELF hat das Playoff Picture nochmals ordentlich durchgerüttelt. Zum Abschluss der regulären Saison geht es dabei für acht Teams nochmal um alles.
Während sich die vier Divison-Sieger um eine Woche Extra-Urlaub batteln, kämpfen vier Teams um die zwei verbliebenden Playoff-Plätze. Vor dem heißen Saisonendspurt wirft der kicker einen Blick auf die aktuellen Chancen aller Mannschaften.
Die Vienna Vikings, Munich Ravens, Nordic Storm und Stuttgart Surge haben sich mit starken Leistungen bereits ihre Divisionstitel gesichert und damit das Playoff-Ticket gelöst.
Für alle Division-Sieger geht es in Week 13 dennoch um die besten Seeds für die Playoffs. Denn: Nur die beiden bestplatzierten Teams erhalten eine Bye Week in der ersten Runde.
Die Nase haben derzeit die Vikings vorne. Mit einem Sieg zum Abschluss gegen die Paris Musketeers ist ihnen der Platz an der Sonne nicht mehr zu nehmen. Sollten sie jedoch ein Spiel verlieren, müssen auf eine Niederlage von den Ravens und Storm hoffen, um auf Rang eins zu verbleiben. Sollte nur einer der beiden verlieren, wäre zumindest eine Woche Extra-Vorbereitung abgesichert.
Derweil muss Storm hoffen, dass sowohl München als auch Wien verlieren, um den Sprung auf einen der ersten zwei Plätze zu schaffen. Mit Rhein Fire wartet jedoch ein schwerer Gegner, denn wie Paris kämpft der amtierende Champion auch noch um den Einzug in die Playoffs.
Keine Chance mehr auf einen der ersten zwei Plätze hat Stuttgart. Selbst im Falle eines Sieges und Niederlagen der Teams vor ihnen können sie maximal Platz drei erreichen. Der Grund dafür ist der Strength of Victory (SoV). Dieser ist nach den Siegen und dem direkten Duell, bei dem nur der Ausgang des Spiels, nicht aber das Ergebnis zählt, die dritte Tiebreaker-Regel. Beim SoV werden alle Siege und Niederlagen der Teams, die das jeweilige Franchise bezwungen hat, in einer Formel zusammengerechnet.
Stuttgart steht aktuell bei einem Wert von 0,35. Die Vikings mit 0,44 und die Ravens mit 0,4 weisen jedoch deutlich bessere Werte auf, sodass im Idealfall nur der dritte Platz für Surge herausspringen würden. Schließlich hätte Storm im Falle eines gleichen Record mit 0,3 den schlechteren SoV-Wert.
Dahinter kämpfen neben den Musketeers und Fire mit den Madrid Bravos und Frankfurt Galaxy zwei weitere Teams um die verbleibenden Wildcard-Plätze. Die Ausgangslage ist dabei relativ einfach: Wenn die Paris Musketeers und Rhein Fire ihre Duelle gewinnen, haben sie aufgrund des besseren SoV-Wert gegenüber den Bravos, die mit 7-4 denselben Record aufweisen, ihr Playoff-Ticket sicher. Fire wäre dann Fünfter und Paris Sechster.
Derweil müssen die Spanier hoffen, dass zumindest einer der beiden Teams verliert - angesichts der starken Gegner ist das nicht auszuschließen. Allerdings wartet auch auf sie ein schweres Duell, mit der Galaxy reist der direkte Konkurrent um die Postseason an. Nur mit einem Sieg bestehen noch Hoffnungen auf die Playoffs.
Die Hessen brauchen ihrerseits jedoch auch einen Sieg, um den Traum von den Playoffs am Leben zu halten. Wenn dieser Fall eintritt, müssen entweder Fire oder die Musketeers verlieren. Dann würden die Frankfurter dank eines starken SoV-Wertes von 0,45 auf den letzten Drücker ihr Ziel doch noch erreichen.
Würde die Saison heute enden, sähe das Playoff-Ranking wie folgt aus:
| Platz | Team | Record |
|---|---|---|
| 1. | Vienna Vikings | 10-1 |
| 2. | Munich Ravens | 10-1 |
| 3. | Nordic Storm | 10-1 |
| 4. | Stuttgart Surge | 9-2 |
| 5. | Rhein Fire | 7-4 |
| 6. | Paris Musketeers | 7-4 |
| 7. | Madrid Bravos | 7-4 |
| 8. | Frankfurt Galaxy | 6-5 |
Für die restlichen acht Teams ist die Saison bereits gelaufen. Die Prague Lions, Wroclaw Panthers und Raiders Tirol sind durch ihre Niederlagen in der Woche aus dem Playoff-Rennen ausgeschieden. Bereits zuvor hatten Berlin Thunder, Hamburg Sea Devils, Cologne Centurions, Helvetic Mercenaries und die Fehervar Enthroners rechnerisch keine Chance mehr auf die Postseason.
val, smu