31.10.2025
Morton gesteht Fehler im Umgang mit seinem Receiver
Nach dem klaren 24:9-Sieg der Detroit Lions über die Tampa Bay Buccaneers hat Offensive Coordinator John Morton ungewöhnlich selbstkritische Töne angeschlagen. Der 56-Jährige gab zu, dass er Wide Receiver Jameson Williams bislang nicht genug ins Spiel eingebunden hat.

Nach dem deutlichen 24:9-Erfolg der Detroit Lions gegen die Tampa Bay Buccaneers schlug Offensive Coordinator John Morton ungewöhnlich selbstkritische Töne an. Offen räumte der 56-Jährige ein, dass Wide Receiver Jameson Williams bislang zu selten eine Rolle in der explosiven Lions-Offense spielt und kündigte an, dass ab Week 9 entschieden zu ändern.
Williams blieb beim Erfolg über Tampa zum ersten Mal in dieser Saison ohne Catch, obwohl er zweimal angeworfen wurde. In sieben Spielen kommt der 24-Jährige auf 17 Receptions für 289 Yards und zwei Touchdowns, schaffte es aber nur zweimal über die 45-Yard-Marke. "Ich habe alles noch einmal analysiert - und ich habe ihn im Stich gelassen", sagte Morton am Dienstag. "Ich muss einen besseren Job machen, ihn einzubinden. Es ist nicht so, dass wir ihn ignorieren, aber die Gelegenheiten haben sich einfach nicht ergeben."
Während der Bye Week suchte Morton das persönliche Gespräch mit seinem Spieler - ein Zeichen, dass die Lions das Thema ernst nehmen. "Wir haben die verpassten Chancen gemeinsam angesehen", so Morton. "Jetzt müssen wir kreativer werden, vor allem bei Third Downs. Er zieht doppelte Deckung, also liegt es an uns, ihn besser freizuspielen."
Der Receiver selbst machte aus der Situation kein Drama. "Er ist auf mich zugekommen und hat mir gesagt, wie er sich fühlt", erklärte Williams. "Aber ich habe mir da gar nicht viele Gedanken gemacht. Wir gewinnen Spiele - das ist das Wichtigste. Ich weiß, meine Zeit wird kommen, und ich bin bereit, wenn es so weit ist."
Morton lobte die Professionalität seines Schützlings: "Er beschwert sich nicht, er arbeitet einfach. Ich habe ihm gesagt: 'Ich würde es verstehen, wenn du sauer wärst.' Aber so ist er nicht. Er ist ein Profi."
Auch Quarterback Jared Goff sieht Potenzial, Williams wieder stärker in den Gameplan einzubinden: "Natürlich wollen wir ihn häufiger in Szene setzen", sagte Goff. "Er ist explosiv, und Defenses haben ihn immer auf dem Schirm. Wir müssen Wege finden, ihm öfter den Ball zu geben."
Williams hatte im Vorjahr erstmals die 1000-Yard-Marke geknackt und im September einen Dreijahresvertrag über bis zu 83 Millionen Dollar unterschrieben. Nun soll er in der zweiten Saisonhälfte wieder zu einer zentralen Waffe in Detroits Angriff werden - und das Vertrauen seines Coordinators zurückzahlen.
mgs