13.09.2026
Die letzten Vier stehen fest
Die Viertelfinals der GFL sind gespielt, das Feld für die Vorschlussrunde steht fest. Während Dresden und Potsdam ihre Favoritenrollen deutlich bestätigten, kämpften sich Pforzheim und Schwäbisch Hall in deutlich engeren Duellen weiter.

Die letzten vier Teams im Rennen um den GFL Bowl stehen fest. Die Dresden Monarchs treffen im Halbfinale auf die Pforzheim Wilddogs, im zweiten Duell empfangen die Schwäbisch Hall Unicorns den amtierenden Meister aus Potsdam.
Das deutlichste Ausrufezeichen setzten dabei die Dresden Monarchs. Der ungeschlagene Nordmeister ließ den Munich Cowboys beim 61:14 kaum eine Chance und führte bereits zur Halbzeit mit 55:7. Dresden nutzte drei frühe Ballverluste der Gäste konsequent aus. Rocky Lombardi fand zunächst zweimal Janne Särkelä sowie Ethan Jento in der Endzone und erhöhte anschließend selbst mit einem langen Lauf.
München war ohne seinen verletzten Stamm-Quarterback angereist und geriet von Beginn an unter Druck. Neben den offensiven Problemen kam auch noch Pech hinzu: Ein Pass aus der eigenen Endzone prallte von einem Helm nach oben und landete bei Dresdens Logan Mobelini, der den Ball zum Touchdown zurücktrug.
Dresden nahm nach der Pause deutlich Tempo aus der Partie, hatte zu diesem Zeitpunkt aber längst für klare Verhältnisse gesorgt. Die Monarchs blieben damit auch im 13. Saisonspiel ungeschlagen und dürfen weiterhin vom Titelgewinn im eigenen Stadion träumen.
Auch die Potsdam Royals setzten sich souverän durch. Der Titelverteidiger bezwang die ifm Razorbacks Ravensburg mit 48:21. Ravensburg hielt die Partie zunächst offen und lag zur Halbzeit nur mit 13:21 zurück. Im dritten Viertel zogen die Royals jedoch davon und gingen mit einer 37:13-Führung in den Schlussabschnitt.
Deutlich chaotischer verlief das Viertelfinale zwischen den Pforzheim Wilddogs und den Hildesheim Invaders. Gleich mehrere Ballverluste prägten die Anfangsphase, ehe Pforzheim durch zwei Läufe von Quarterback Dre Harris und einen geblockten Punt auf 21:0 davonzog.
Hildesheim, das auf zahlreiche offensive Stammkräfte verzichten musste, leistete sich insgesamt sechs Turnover. Erst im Schlussviertel fanden die Invaders durch einen Touchdownpass von Nelson Hughes auf Hendrik Scharnbacher auf das Scoreboard. Nach der erfolgreichen Two-Point-Conversion hielt die späte Hoffnung allerdings nur kurz: Pforzheim brachte das 21:8 über die Zeit und erreicht somit beim ersten Heimspiel der eigenen Playoff-Geschichte direkt das Halbfinale.
Die spannendste Partie des Tages lieferten sich Schwäbisch Hall und Düsseldorf. Die Unicorns gingen nach einem geblockten Field Goal, das Jordan Toles über 96 Yards zum Touchdown zurücktrug, früh in Führung. Ein Touchdownpass von Julius Klenk auf Rayjuon Pringle sowie ein Lauf von Kelley Joiner verschafften den Gastgebern später einen scheinbar komfortablen 23:7-Vorsprung.
Die Panther ließen sich jedoch nicht abschütteln. Quarterback Dawson Herl erzielte im Schlussviertel seinen zweiten Rushing-Touchdown und fand knapp zwei Minuten vor dem Ende James Okike zum 23:20. Weil Düsseldorf den anschließenden Onside Kick nicht sichern konnte, brachten die Unicorns ihren knappen Vorsprung am Ende aber über die Zeit.
Damit kommt es am kommenden Wochenende zu den Halbfinals Dresden gegen Pforzheim und Schwäbisch Hall gegen Potsdam. Die Sieger kämpfen am 3. Oktober in Dresden um den GFL Bowl.
mhh