vor 6 Stunden
Neue Regeln, weniger Wähler
Die Pro Football Hall of Fame hat ihr Auswahlverfahren grundlegend überarbeitet. Die Zahl der Wähler wird deutlich reduziert, die separate Seniors-Kategorie fällt komplett weg. Ab der Class of 2027 gelten die neuen Regeln - ein Schritt, der vor allem nach der umstrittenen Nicht-Wahl von Bill Belichick im vergangenen Februar an Brisanz gewinnt.

Die Pro Football Hall of Fame hat am Freitag umfassende Veränderungen an ihrem Auswahlprozess bekanntgegeben. Verkündet wurden die Neuerungen von Hall-of-Fame-Präsident und CEO Jim Porter, der die Änderungen mit einer zweieinhalbjährigen Überprüfung des bisherigen Systems begründete. Die neuen Regeln wurden vom Board of Directors der Hall bereits genehmigt und treten mit der Wahl der Class of 2027 in Kraft.
Das Board of Selectors schrumpft von 50 auf nur noch 28 Personen - 25 stimmberechtigte Mitglieder plus drei Ersatzwähler. Die bisherige Pflicht, dass jeder der 32 NFL-Heimatmärkte einen eigenen Wähler stellt, entfällt damit. Laut Porter soll das mögliche unbeabsichtigte Verzerrungen im Auswahlprozess vermeiden.
Auch strukturell ändert sich einiges: Die separate Seniors-Kategorie für Spieler mit abgelaufener regulärer Wahlberechtigung fällt weg, künftig werden alle Kandidaten in einem gemeinsamen Pool geführt. Die Contributor-Kategorie wird zudem erweitert und berücksichtigt künftig den gesamten Football-Werdegang eines Kandidaten, nicht mehr nur Verdienste außerhalb von Spielerkarriere und Coaching.
Jährlich stehen künftig 15 Kandidaten zur Wahl: 13 Spieler, ein Coach, ein Contributor. Nötig bleiben 80 Prozent Zustimmung, wodurch eine Induction Class realistisch zwischen drei und sieben Mitgliedern liegen dürfte. Erstmals seit der Corona-Pandemie kehren die Wähler zudem für die finale Abstimmung zu einem Präsenztreffen zurück.
mgs