27.06.2026
Nächster Schritt Richtung Spitze?
Nach dem spektakulären Erfolg im deutschen Derby gegen Berlin Thunder steht für Rhein Fire die nächste Auswärtsaufgabe an. Erstmals in der Franchisegeschichte treffen die Rheinländer auf die Alpine Rams.

Das Team aus Duisburg geht mit einer Bilanz von 3-1 als klarer Favorit in die Partie am Samstagnachmittag. Die Rams auf der anderen Seite konnten bislang lediglich eines ihrer vier Saisonspiele gewinnen und stehen nach der ärgerlichen 22:23-Heimniederlage gegen die Paris Lights bereits unter Druck.
Trotz des Sieges gegen Thunder war die Stimmung bei Rhein Fire zuletzt durchaus selbstkritisch. Vor allem die Defense ließ ungewohnt viele Big Plays zu und kassierte 36 Punkte.
"Von der ersten bis zur letzten Sekunde muss man aufmerksam sein und den Job erledigen", sagte Quarterback Kenji Bahar mit Blick auf die kommende Aufgabe. Gleichzeitig zeigte sich der Spielmacher überzeugt, dass seine Mannschaft offensiv ihr volles Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft habe.
Auch Cheftrainer Mark Ridgley sieht sein Team weiterhin mitten im Entwicklungsprozess. Ziel sei es, bis zum Saisonende als Einheit den besten Football der Saison zu spielen und um den Titel mitzukämpfen.
Ein Schlüsselduell dürfte das Laufspiel der Schweizer werden. Die Rams gehören bislang zu den schwächsten Rushing-Teams der Liga und knackten erst vergangene Woche erstmals die Marke von 100 Rushing Yards - wobei Quarterback Seth Morgan selbst mehr als die Hälfte dieser Yards beisteuerte.
Auf der anderen Seite präsentierte sich Rhein Fires Offense zuletzt in starker Verfassung. Gegen Berlin überzeugten insbesondere das Wide-Receiver-Duo um Kaylon Geiger und Harlan Kwofie sowie Running Back Jonathan Scott. Auch Bahar fand hinter einer erneut stabilen Offensive Line immer wieder viel Zeit für seine Würfe.
Personell können die Rheinländer diesmal nahezu aus dem Vollen schöpfen. Strong Safety Nazir Streater ist nach seinem Platzverweis gegen Berlin wieder spielberechtigt. Laut Sportdirektor Rohat Dagdelen habe der US-Amerikaner den Vorfall intern aufgearbeitet und sich bei der Mannschaft entschuldigt.
Zusätzliche Unterstützung erhält Rhein Fire auch wieder von den eigenen Fans. Zahlreiche Anhänger reisen nach Biel, darunter rund 30 Mitglieder des Fanclubs "Redzone e.V.", die gemeinsam per Bus in die Schweiz fahren.
Alles andere als ein Auswärtssieg wäre angesichts der Ausgangslage eine Überraschung. Nach dem defensiven Warnschuss gegen Berlin möchte der Titelkandidat nun zeigen, dass die 36 zugelassenen Punkte tatsächlich nur ein einmaliger Ausrutscher waren.
Die Partie wird am Samstag ab 17:10 Uhr live im Free-TV auf Sport1 sowie im kostenpflichtigen Streamingdienst AFLE+ übertragen.
red