vor 14 Stunden
"Ich war irgendwie enttäuscht"
Die Seattle Seahawks gewannen im Februar den Super Bowl, doch Sam Darnold konnte den größten Erfolg seiner Karriere nicht uneingeschränkt genießen. Monate später spricht der Quarterback offen über seine Enttäuschung - und verrät, welche Würfe ihn bis heute beschäftigen.

Mit den Seattle Seahawks feierte Sam Darnold den größten Erfolg seiner NFL-Karriere. Dennoch blickt der Quarterback mit gemischten Gefühlen auf den Super Bowl zurück. Im Podcast Bussin' With The Boys erklärte der 29-Jährige, dass ihn seine eigene Leistung bis heute ärgere.
"Ich habe im Super Bowl nicht gut gespielt", sagte der ehemalige Erstrundenpick der New York Jets (Draft 2018, Third-Overall). Zwar habe die Defense überragend gespielt und er selbst kein Turnover produziert, wirklich zufrieden sei er aber nicht gewesen.
"Wir haben zwar gewonnen, aber ich war irgendwie enttäuscht. Ich wollte 40 Punkte erzielen und das Spiel dominieren. Dass ich ausgerechnet im Super Bowl nicht auf meinem Maximum performt habe, nervt mich."
Besonders einige misslungene Würfe gingen Darnold auch Monate später nicht aus dem Kopf. Unter anderem erinnerte er sich an einen verpassten Touchdown-Pass auf Jaxon Smith-Njigba, einen zu ungenauen tiefen Ball auf Rashid Shaheed sowie einen eigentlich einfachen Out-Route-Pass auf Cooper Kupp.
"Wie kann ich diese Würfe ausgerechnet jetzt vermasseln?", fragte sich Darnold während der Partie immer wieder. "Ich dachte nur: 'Wie habe ich den denn daneben geworfen?'"
Statistisch blieb Darnold im Endspiel in der Tat unter seinen Möglichkeiten. Der Quarterback brachte 19 seiner 38 Pässe für 202 Yards und einen Touchdown an den Mann, dazu kam ein Sack bei keinem einzigen Turnover.
Den Unterschied machten an diesem Abend stattdessen vor allem Running Back Kenneth Walker (mittlerweile bei den Kansas City Chiefs unter Vertrag), der später zum Super-Bowl-MVP gewählt wurde, sowie eine dominante Seahawks-Defense, die Patriots-Quarterback Drake Maye nahezu über die gesamte Partie kontrollierte.
Auch wenn Darnold seine eigene Leistung bis heute kritisch sieht, dürfte ihm das in Seattle kaum jemand übel nehmen. Schließlich war es der Quarterback, der die Seahawks mit einer starken Regular Season überhaupt erst in die Position brachte, um um den Titel zu spielen. Spätestens mit seiner überragenden Vorstellung im NFC Championship Game gegen die L.A. Rams hatte er maßgeblichen Anteil am Einzug in den Super Bowl.
Seinen ersten Ring kann ihm ohnehin niemand mehr nehmen. Und wer weiß? Vielleicht steht er schon in der kommenden Saison wieder im Endspiel - mit der Chance, nicht nur den Back-to-back-Super-Bowl zu gewinnen, sondern auch den Frust über seine eigene Leistung endlich hinter sich zu lassen.
mhh