20.03.2026
Ausnahme in AFLE
Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Madrid Bravos ihren Spielbetrieb für die kommende EFA-Saison nicht aufnehmen werden. Um die Spieler nun nicht vor vollendeten Tatsachen stehen zu lassen, hat die Konkurrenzliga AFLE eine Lösung bereit.

Die AFLE geht eigentlich als Konkurrent zur EFA an den Start. Trotzdem haben sie nun eine Regel entwickelt, die den spanischen Spielern der Madrid Bravos hilft. Sie führen eine sogenannte Solidaritätsregel ein, die beinhaltet, dass Spanien als Homegrown-Territorium für alle AFLE-Franchises angesehen wird. Somit bekommen die Spieler eine Chance in der kommenden Saison doch noch auf dem Feld zu stehen.
Die neue Regel besagt, dass die spanischen Spieler aus dem aktiven Kader der Bravos für die Saison 2026 als Homegrown-Spieler verpflichtet werden dürfen. Somit zählen sie nicht als Import-Spieler für das jeweilige Franchise.
Normalerweise gibt es eine klare Begrenzung für Imports. Ein Team darf unter anderem bis zu neun E-Importe in seinen Kader aufnehmen. Das sind Spieler deren erste Football-Erfahrung außerhalb der USA, Kanada, Japan, Mexiko und der jeweiligen Homegrown-Region des Teams liegt - dazu würden normalerweise die spanischen Spieler zählen. Durch die Sonderregel gelten sie als Homegrown und umgehen somit die Import-Regel. Homegrown-Spieler dürfen am Spieltag bis zu 48 im Kader stehen.
Die Maßnahme ist jedoch klar limitiert: Jedes Team darf bis zu maximal drei spanische Spielern verpflichten. Das soll dabei helfen die Wettbewerbsbalance zu erhalten.
Die Entscheidung für diese Ausnahmeregelungen ist aber auch nicht komplett uneigennützig. Insbesondere die neuen Teams aus Italien, Frankreich, London und der Schweiz sind stark auf Import-Spieler angewiesen. Nun die Möglichkeit zu haben, spanische Akteure als Homegrowns zu verpflichten, hilft ihnen bei der Zusammenstellung des Kaders.
Die Regel ist ausschließlich auf die Saison 2026 begrenzt und soll den Spielern zusätzliche Perspektiven bieten und den spanischen American Football weiter unterstützen.
lgr