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    NFL

    13.01.2026

    "Ich mag dieses Team nicht"

    Nach hitzigem Klassiker in Chicago: Johnson steht offen zur Packers-Abneigung

    Mit einem hart erkämpften 31:27-Erfolg gegen die Green Bay Packers haben die Chicago Bears die NFC Wild Card Round für sich entschieden. In einem intensiven Duell zweier Traditionsfranchises nutzte Chicago seinen Heimvorteil im Soldier Field, setzte sich in der Schlussphase durch und feierte den ersten Playoff-Sieg seit 15 Jahren. Der Erfolg sichert den Bears den Einzug in die Divisional Round und beendet zugleich die Saison des langjährigen Rivalen aus Wisconsin.

    NFL, American Football Herren, USA NFC Wild Card Round-Green Bay Packers at Chicago Bears Jan 10, 2026; Chicago, IL, USA; Chicago Bears head coach Ben Johnson stands on the sidelines against the Green Bay Packers during the second half of an NFC Wild Card Round game at Soldier Field. Chicago Soldier Field IL USA, EDITORIAL USE ONLY PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xDavidxBanksx 20260110_rtc_bb6_0184
    Ben Johnson (Bild) ließ dem Sieg auch an der Seitenlinie freien Lauf: Der Bears Head Coach verabschiedete sich nach dem Playoff-Erfolg gegen Green Bay mit einem kurzen, demonstrativen Handshake von Matt LaFleur - ein Moment, der die aufgeheizte Rivalität ebenso widerspiegelte wie die Emotionen dieses Abends in Chicago. IMAGO/Imagn Images

    Der erste Playoff-Sieg der Chicago Bears seit 15 Jahren hatte nicht nur sportliche Bedeutung - er entlud auch eine Rivalität, die tief in der DNA der Franchise verankert ist. Nach dem Erfolg gegen die Green Bay Packers stellte Head Coach Ben Johnson klar: Seine emotionalen Worte waren kein Ausrutscher, sondern Ausdruck eines Selbstverständnisses.

    "Ich mag dieses Team nicht"

    Ben Johnson ließ keinen Zweifel an seiner Haltung. Nach seinem viralen Locker-Room-Video und dem demonstrativen Handshake mit Matt LaFleur bekräftigte der Bears-Coach: "Das ist eine Rivalität. Für die Stadt Chicago muss Green Bay ein Gegner sein - und ja, ich mag dieses Team nicht." Auch Klubbesitzer George McCaskey stehe hinter ihm; man sei "auf einer Linie".

    Die emotionale Art kam bei der Mannschaft an. Linebacker Tremaine Edmunds sprach von einem "turned-up moment" und davon, dass Johnsons Authentizität Energie freigesetzt habe. Genau diese Emotionalität sei es, die in großen Spielen den Unterschied machen könne.

    Einen Punkt wollte Johnson jedoch relativieren: die kurze Auseinandersetzung vor dem Spiel, als es nach einem Punt zu einem Wortgefecht kam. "Das will niemand sehen", sagte er. "Beide Teams waren hochgekocht."

    Motivation durch Green Bay

    Zusätzlichen Zündstoff lieferten Aussagen aus Green Bay in der Woche vor dem Spiel. Packers-Spieler wie Christian Watson und Keisean Nixon hatten öffentlich erklärt, Chicago in den Playoffs sehen zu wollen. Defensive Coordinator Jeff Hafley legte nach. Für die Bears war das zusätzliche Motivation. Packers-Safety Xavier McKinney nannte Johnson einen "Troll", lobte ihn aber gleichzeitig als Coach. Der sportliche Respekt bleibt - die Rivalität ebenso.

    Es war erst das dritte Playoff-Duell zwischen den beiden Traditionsklubs und Chicagos erster Postseason-Sieg seit Januar 2011. "Wenn Chicago gegen Green Bay spielt, bedeutet das der Stadt und der Organisation alles", sagte Johnson. "Das nutzen wir - als Coaches und als Spieler."

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    mgs