13.01.2026
NFL-Playoffs kompakt
Während die NFL-Playoffs am Samstag mit zwei packenden Duellen eröffnet wurden, lieferten die drei weiteren Spiele am Sonntag hochklassiges NFL-Spektakel. Für den amtierenden Super Bowl Champion ist die Mission Titelverteidigung beendet, die Buffalo Bills sorgten mit einem Überraschungssieg für das Aus der Jacksonville Jaguars und die New England Patriots zogen souverän in die nächste Runde ein. Mit dem abschließenden Monday-Night-Spiel ist nun auch das letzte Wild-Card-Duell entschieden - alle Partien sind gespielt und die Matchups der Divisional Round stehen fest.

Die Carolina Panthers lieferten einen heroischen Fight ab, verloren am Ende aber denkbar knapp mit 31:34 gegen die L.A. Rams. Bryce Young spielte in seinem Playoff-Debüt mutig auf, Jalen Coker sammelte 9 Catches für 134 Yards und einen Touchdown - und trotz 0:14-Rückstands kämpften sich die Panthers immer wieder zurück. Mit 2:39 Minuten auf der Uhr blockten die Panthers einen Punt, Coker brachte Carolina mit 31:27 in Führung - die Sensation schien perfekt.
Doch Matthew Stafford bewies seine Clutch-Gene: 6 von 7 Pässen im finalen Drive, 75 Yards downfield - und mit nur 38 Sekunden auf der Uhr fand er Colby Parkinson zum Game-Winning-Touchdown. Die Panthers mit -69 Point Differential waren nah dran am größten Playoff-Upset, doch die Rams überleben knapp.
Die Chicago Bears haben im NFC-Wild-Card-Spiel einen 18-Punkte-Rückstand gedreht und die Green Bay Packers mit 31:27 geschlagen. Nach einem 21:3 zur Pause und einem 27:16 für Green Bay im Schlussviertel übernahm Caleb Williams das Kommando und führte Chicago mit 25 Punkten im vierten Viertel zum Comeback.
Der entscheidende Touchdown-Pass auf D.J. Moore fiel 1:43 Minuten vor Schluss, anschließend hielt die Bears-Defense stand. Chicago feiert damit den ersten Playoff-Sieg seit 2010, während Green Bay den größten verspielten Playoff-Vorsprung der eigenen Geschichte hinnehmen muss.
Das Duell der beiden AFC-Schwergewichte hielt, was es versprach. Die Führung wechselte mehrfach, ehe Buffalos Star-Quarterback Josh Allen die Partie spät an sich riss und das 27:24-Weiterkommen perfekt machte. Für die Jaguars reichte selbst eine dominante Leistung im Laufspiel nicht: In einem historischen Schlussviertel mit Playoff-Rekord verpassten sie den erhofften Heimsieg.
Liam Coen, Head Coach der Jacksonville Jaguars, schrieb in seiner ersten Saison an der Seitenlinie NFL-Geschichte: Mit mindestens 13 Siegen gehört er zu nur sieben Coaches in der Super-Bowl-Ära, denen dieses Kunststück im Premierenjahr gelang.
Die San Francisco 49ers haben trotz eines weiteren Ausfalls und trotz einiger eigener Fehler ein Ausrufezeichen gelandet. Beim amtierenden Super-Bowl-Champion aus Philadelphia erreichten die Kalifornier nach längerem Rückstand einen 23:19-Erfolg.
San Francisco 49ers um Robinson (111 Yards, ein TD) und natürlich McCaffrey (114 Total Yards, zwei Scores) zog eine Playoff-Runde weiter - und sicherte sich damit in einer Woche in der Divisional Round auswärts das bestens bekannte Duell mit NFC-West-Rivale Seattle Seahawks. Allerdings mussten die Niners den herben Ausfall von Tight End George Kittle verkraften.
Die New England Patriots haben ein defensiv geprägtes AFC-Wild-Card-Spiel mit 16:3 gegen die Los Angeles Chargers gewonnen und erstmals seit 2019 wieder ein Playoff-Spiel für sich entschieden. In einer echten Abwehrschlacht setzte sich Drake Maye im Quarterback-Duell gegen Justin Herbert durch, der von der Patriots-Defense konstant unter Druck gesetzt wurde und ohne Touchdown blieb.
Zur Pause führte New England knapp mit 6:3, ehe Maye im Schlussviertel Hunter Henry zum einzigen Touchdown des Abends fand. Ein später Strip Sack besiegelte das Aus der Chargers und den Einzug der Patriots in die Divisional Round. Dort wartet nun auf New England das Duell mit den Texans.
Im abschließenden Duell ließen die Houston Texans keinen Zweifel aufkommen: Mit einer erneut überragenden Defense dominierten sie die Pittsburgh Steelers beim 30:6-Auswärtssieg und beendeten Aaron Rodgers’ Playofflauf deutlich. Vier Sacks, mehrere erzwungene Turnover und gleich zwei Defensiv-Touchdowns machten das finale Wild-Card-Spiel zu einem einseitigen Blowout.
Damit ist das Wild-Card-Wochenende abgeschlossen und der Blick richtet sich jetzt voll auf die Divisional Round, in der die Texans bei den New England Patriots antreten und alle verbliebenen Teams nur noch zwei Siege vom Conference Final entfernt sind.
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mgs, red