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"Unverzeihlicher Fehler"
Die NFL hat Jed York für sechs Spiele gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt. Die Sanktion gegen den Haupteigentümer der San Francisco 49ers folgt auf dessen Festnahme bei einer Prostitutions-Razzia in Ohio.

Die NFL zieht Konsequenzen aus dem außersportlichen Fehlverhalten von Jed York. Wie die Liga am Freitag bekanntgab, hatte der 49ers-Besitzer gegen die Personal Conduct Policy verstoßen. Neben der Sperre über sechs Regular-Season-Spiele muss der 46-Jährige 500.000 US-Dollar zahlen.
York war im August in East Palestine im US-Bundesstaat Ohio festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden hatte er unter einem falschen Namen auf eine verdeckte Online-Anzeige reagiert und ein Treffen mit einer vermeintlichen Sexarbeiterin vereinbart. Dabei handelte es sich jedoch um eine Ermittlerin.
Der ursprüngliche Vorwurf des Erwerbs sexueller Dienstleistungen wurde später reduziert. York akzeptierte eine Vereinbarung und plädierte bei den beiden Vergehen "Störung der öffentlichen Ordnung" und "Besitz krimineller Hilfsmittel" auf "No Contest". Bei dem Hilfsmittel handelte es sich um das Mobiltelefon, mit dem er auf die Anzeige reagiert hatte.
York erhielt daraufhin eine eintägige Haftstrafe, die durch seine bereits verbrachte Zeit in Gewahrsam als abgesessen galt. Hinzu kam auf juristischer Ebene eine Geldstrafe in Höhe von 1150 US-Dollar. NFL-Commissioner Roger Goodell kündigte anschließend eine eigene Prüfung des Falls an.
Während der laufenden Untersuchung hielt sich York von den ersten drei Saisonspielen der 49ers sowie von Treffen der NFL-Eigentümer fern. Diese Partien werden auf seine Sperre angerechnet. Damit muss er noch drei weitere Spiele aussetzen und darf am 20. Oktober offiziell zurückkehren.
Die Sanktion entspricht jener Strafe, die auch der damalige Colts-Besitzer Jim Irsay 2014 nach einem Schuldeingeständnis wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss erhielt: sechs Spiele Sperre und 500.000 US-Dollar Geldstrafe.
Unmittelbar nach Bekanntgabe der Sanktion veröffentlichte York eine ausführliche Stellungnahme, in der er die Entscheidung der NFL akzeptierte und sich bei allen Betroffenen entschuldigte:
"Heute hat die NFL ihre Überprüfung abgeschlossen, und ich akzeptiere ihre Entscheidung in vollem Umfang. Bei meiner Familie, den Spielern, Trainern und Mitarbeitern der San Francisco 49ers sowie unseren Fans und Partnern möchte ich mich zutiefst entschuldigen.
Das war ein unverzeihlicher Fehler, und ich übernehme die volle Verantwortung. Was ich getan habe, entspricht weder meinen Werten noch dem Mann, der ich für meine Familie sein möchte. Ich bin dem Vorbild, das ich meinen Söhnen sein möchte, nicht gerecht geworden. Nun hoffe ich, ihnen zeigen zu können, wie wichtig es ist, zu den eigenen Fehlern zu stehen - und dass selbst unsere schlimmsten Momente uns lehren können, es künftig besser zu machen.
Die 49ers führen zu dürfen, ist ein Privileg, das ich nicht auf die leichte Schulter nehme. Euer Vertrauen muss ich mir mit der Zeit zurückverdienen, und ich blicke der Arbeit, die nun vor mir liegt, entgegen."
mhh