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    NFL

    vor 1 Tag

    NFL-Strafe weiterhin offen

    49ers-Boss York könnte sich selbst suspendieren

    49ers-Eigentümer Jed York wurde festgenommen, nachdem er laut Gerichtsunterlagen eine sexuelle Begegnung gegen Bezahlung vereinbart haben soll. Während die NFL mögliche Sanktionen prüft, könnte der 46-Jährige der Liga nun zuvorkommen und selbst Konsequenzen ziehen.

    49ers-Eigentümer Jed York könnte sich unabhängig von möglichen Sanktionen der NFL vorübergehend selbst suspendieren
    Jed York könnte einer möglichen Strafe durch die NFL mit einer freiwilligen Auszeit zuvorkommen. IMAGO/ZUMA Press Wire

    Jed York war am vergangenen Sonntag im US-Bundesstaat Ohio festgenommen worden. Laut Gerichtsunterlagen soll der Eigentümer der San Francisco 49ers über eine Online-Anzeige eine sexuelle Begegnung gegen eine Bezahlung von 140 Dollar vereinbart haben. Am vermeintlichen Treffpunkt warteten jedoch verdeckte Ermittler einer Human-Trafficking-Task-Force.

    Freiwillige Suspendierung im Gespräch

    Der ursprüngliche Vorwurf der Inanspruchnahme von Prostitution wurde später auf ordnungswidriges Verhalten reduziert. York akzeptierte in diesem Punkt sowie wegen des Besitzes eines "kriminellen Werkzeugs" - damit war das verwendete Mobiltelefon gemeint - einen No-Contest-Plea.

    Nach der Festnahme und dem abgeschlossenen Gerichtsverfahren drohen York trotzdessen weiterhin Konsequenzen durch die NFL. Nun könnte der 49ers-Eigentümer einer Entscheidung der Liga allerdings zuvorkommen.

    Wie Ben Fischer vom US-Medium Sports Business Journal berichtet, halten Personen aus dem Umfeld der NFL eine freiwillige Suspendierung für möglich. Ein nicht namentlich genannter Insider verwendete dafür den Begriff "Self-Suspend".

    York fehlt bei Owners Meeting

    York selbst hat einen solchen Schritt bislang weder angekündigt noch öffentlich kommentiert. Unklar ist daher auch, wie lange und aus welchen Funktionen er sich gegebenenfalls zurückziehen würde.

    Beim außerordentlichen Treffen der NFL-Eigentümer in Atlanta, bei dem unter anderem der Rekordverkauf der Seattle Seahawks bestätigt wurde, fehlte der 46-Jährige bereits. Dem Bericht zufolge war Yorks Situation dennoch ein bestimmendes Thema in den Gesprächen abseits der offiziellen Sitzungen.

    Dabei soll weniger die mögliche formelle Strafe als der langfristige Schaden für Yorks Ansehen im Mittelpunkt gestanden haben. Die öffentliche Aufmerksamkeit reicht durch die Beteiligungen der 49ers an den britischen Fußballklubs Leeds United und den Glasgow Rangers mittlerweile nämlich auch weit über die USA hinaus.

    NFL prüft Geldstrafe und Suspendierung

    Parallel dazu untersucht die NFL den Fall weiterhin auf Grundlage ihrer Personal Conduct Policy. Commissioner Roger Goodell hatte zuletzt bestätigt, dass der Vorgang geprüft werde. Eine Entscheidung gibt es bislang nicht.

    Innerhalb der Liga wird laut dem Bericht mit einer Suspendierung und einer Geldstrafe gerechnet. Auch eine freiwillige Auszeit würde zusätzliche Sanktionen durch die NFL nicht automatisch verhindern.

    Die Auswirkungen einer Sperre wären bei einem Eigentümer allerdings andere als bei einem Spieler. York könnte vorübergehend von Teamgeschäften und Liga-Veranstaltungen ausgeschlossen werden, würde aber weiterhin an den Einnahmen der 49ers beteiligt bleiben. Spieler verlieren während einer Suspendierung dagegen ihr Gehalt.

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