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    NFL

    27.08.2026

    Nach Festnahme

    NFL prüft mögliche Strafe gegen 49ers-Besitzer York

    Nach der Festnahme von Jed York beschäftigt sich nun auch die NFL mit dem Fall. Commissioner Roger Goodell bestätigte, dass die Liga untersucht, ob der Besitzer der San Francisco 49ers gegen die Personal Conduct Policy verstoßen hat und mit Konsequenzen rechnen muss.

    Jed York, der Besitzer der San Francisco 49ers
    Jed York wurde verhaftet IMAGO/EPA

    York war in Ohio im Rahmen einer verdeckten Polizeiaktion festgenommen worden. Der 49ers-Besitzer wollte nach Angaben der Ermittler 160 Dollar für Sex bezahlen. Inzwischen wurde das Verfahren abgeschlossen, für die NFL könnte der Fall jedoch noch Folgen haben.

    Goodell bestätigt Untersuchung

    Bei den Owners Meetings in Atlanta äußerte sich Goodell am Mittwoch erstmals zur möglichen Reaktion der Liga. "Der Fall wird im Rahmen der Personal Conduct Policy geprüft", erklärte der Commissioner. "Wir werden das tun, und sobald es etwas zu berichten gibt, werden wir darüber sprechen."

    Damit bleibt zunächst offen, ob und in welcher Form York von der NFL sanktioniert wird. Die Personal Conduct Policy gilt nicht nur für Spieler, sondern unter anderem auch für Teambesitzer und andere Verantwortliche innerhalb der Liga.

    York bei verdeckter Polizeiaktion festgenommen

    York war in einem Mobile-Home-Park in Ohio von der Mahoning Valley Human Trafficking Task Force festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei wollte er 160 Dollar für Sex mit einer Frau bezahlen, die er für eine Prostituierte hielt. Tatsächlich handelte es sich um eine verdeckte Aktion der Ermittler. Nach seiner Festnahme wurde York ins Gefängnis gebracht und anschließend gegen eine Kaution von 5.000 Dollarfreigelassen.

    Ursprünglich wurde ihm das Eingehen auf Prostitution vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft änderte diesen Vorwurf später jedoch in Disorderly Conduct. Hinzu kam der Vorwurf des Besitzes beziehungsweise Einsatzes eines Tatwerkzeugs, da York sein Mobiltelefon genutzt hatte, um auf eine verdeckte Online-Anzeige zu reagieren. York plädierte bei beiden Vergehen auf "no contest", bestritt die Vorwürfe vor Gericht also nicht.

    Geldstrafe und Haftstrafe bereits abgegolten

    York wurde für beide Vergehen zu jeweils einem Tag Gefängnis verurteilt, wobei die Strafen gleichzeitig verbüßt werden sollten. Da ihm der bereits in Haft verbrachte Tag angerechnet wurde, musste er keine weitere Zeit im Gefängnis verbringen.

    Zusätzlich wurde eine Geldstrafe in Höhe von 1150 Dollar verhängt. Die von der Polizei sichergestellten 160 Dollar wurden im Rahmen der Vereinbarung an die Human Trafficking Task Force übergeben. York absolvierte zudem einen Online-Kurs.

    NFL hat Besitzer bereits sanktioniert

    Dass auch ein Teambesitzer aufgrund der Personal Conduct Policy bestraft werden kann, ist in der NFL kein Novum. Der damalige Besitzer der Indianapolis Colts, Jim Irsay, wurde 2014 nach einem Schuldeingeständnis wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss für sechs Spiele gesperrt und mit 500.000 Dollar Geldstrafe belegt.

    Auch Patriots-Besitzer Robert Kraft wurde 2019 von der NFL untersucht, nachdem er in Florida wegen des Vorwurfs festgenommen worden war, für sexuelle Dienstleistungen in einem Massagesalon bezahlt zu haben. Die Liga verhängte damals keine Strafe. Das Strafverfahren gegen Kraft wurde später eingestellt, nachdem ein Gericht entschieden hatte, dass die Polizei bei den verdeckten Videoaufnahmen die Rechte der Betroffenen verletzt hatte.

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