vor 9 Stunden
Schwere Verletzung im Training
Die New York Giants müssen offenbar den nächsten personellen Rückschlag verkraften. Wide Receiver und Return-Spezialist Gunner Olszewski hat sich bei einer Trainingseinheit der Organized Team Activities (OTA) schwer verletzt. Nach ersten Einschätzungen befürchtet das Team einen Achillessehnenriss.

Der 29-Jährige verletzte sich bei einer Richtungsänderung ohne gegnerische Einwirkung und musste anschließend vom Feld gefahren werden. Eine endgültige Diagnose steht noch aus, doch die Signale aus dem Umfeld der Giants deuten auf eine lange Ausfallzeit hin.
Augenzeugen berichteten, dass Olszewski unmittelbar nach der Aktion an sein rechtes Bein griff und seine Frustration deutlich zeigte. Teamkollegen versammelten sich um den Receiver, während medizinisches Personal schnell eingriff.
Trainer John Harbaugh beschrieb die Szene nach dem Training als besonders bitter. "Das war eine Richtungsänderung ohne Kontakt auf dem Rasen", sagte der Giants-Coach. "Das war enttäuschend."
Olszewski hatte erst im Frühjahr einen neuen Einjahresvertrag unterschrieben. Die Giants planten ihn erneut vor allem als Returner für Kickoffs und Punts ein, gleichzeitig sollte er zusätzliche Tiefe auf der Receiver-Position liefern.
In der vergangenen Saison gelangen ihm 24 Punt Returns für 216 Yards sowie 26 Kickoff Returns für 682 Yards. Darüber hinaus fing er zehn Pässe für 145 Yards und einen Touchdown.
Der Routinier hatte sich in seiner NFL-Karriere einen Namen als Spezialist in den Special Teams gemacht. 2020 wurde er als Punt Returner sogar ins First-Team All-Pro gewählt. Insgesamt sammelte er bei den New England Patriots, den Pittsburgh Steelers und den Giants fast 3.000 Return-Yards.
Für die Giants wäre ein Ausfall Olszewskis der nächste schwere Schlag in einer ohnehin problematischen Vorbereitungsphase. Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich mehrere Spieler Achillessehnenverletzungen zugezogen, darunter Defensive Tackle Roy Robertson-Harris und Rookie-Cornerback Thaddeus Dixon.
Auch auf der Receiver-Position gibt es bereits Sorgen. Malik Nabers arbeitet weiterhin an seinem Comeback nach Knieproblemen, während Darius Slayton nach einer Operation im Rumpfbereich noch nicht vollständig belastbar ist.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste New York erneut nach Alternativen suchen. Besonders die Special Teams würden einen erfahrenen Leistungsträger verlieren, der in den vergangenen Jahren immer wieder wichtige Impulse geliefert hatte.
nkr