22.02.2026
Zwei Strategien, ein Ziel
Wenige Tage vor dem Start des NFL Combine sorgt die Quarterback-Position bereits für Schlagzeilen. Der voraussichtliche First Overall Pick Fernando Mendoza wird in Indianapolis nicht an den On-Field-Workouts für Quarterbacks teilnehmen - oder anders ausgedrückt: Er wird nicht werfen. Stattdessen plant er seinen großen Auftritt beim Pro Day seiner Universität Indiana am 1. April.

Fernando Mendoza gilt als klarer Favorit auf den ersten Pick im kommenden Draft. Genau deshalb wird er beim Combine laut übereinstimmenden Berichten nicht an den Passing-Drills teilnehmen. Stattdessen möchte er beim Pro Day in vertrauter Umgebung auftreten - mit seinen eigenen Receivern und Running Backs.
Vor zwei Wochen deutete Mendoza bei der Pat McAfee Show seine Entscheidung bereits an: "Beim Combine wirfst du mit völlig anderen Receivern, das ist eine ganz andere Situation. Ich möchte sicherstellen, dass ich meinen Jungs die beste Möglichkeit gebe, sich zu präsentieren. Ich will beim Pro Day mit meinen Jungs werfen, mit meinen Running Backs, und dort gemeinsam auftreten."
Für Mendoza steht also nicht nur seine eigene Performance im Fokus, sondern auch die seiner Mitspieler. Der Pro Day bietet ihm kontrollierte Bedingungen, bekannte Abläufe und ein Umfeld, in dem er seine Stärken optimal präsentieren kann. Dazu hat Mendoza sportlich kaum noch etwas zu gewinnen, aber viel zu verlieren. Höher als First Overall kann er nicht steigen, und dieser Spot scheint dem Heisman-Gewinner so gut wie sicher zu sein. Für ihn geht es beim Pro Day daher primär darum, seine Indiana-Teamkollegen bestmöglich aussehen zu lassen.
Anders sieht es bei Ty Simpson aus. Der ehemalige Alabama-Quarterback wird beim Combine werfen und die Gelegenheit nutzen, seinen Draft-Status weiter zu festigen.
Simpson gilt ligaweit als klarer Quarterback Nummer zwei hinter Mendoza. Während Mendoza seine Position als wahrscheinlicher First Overall Pick bereits gefestigt hat, kann Simpson in Indianapolis wichtige Punkte sammeln. Ein starker Auftritt vor Scouts, General Managern und Head Coaches könnte seine Rolle als potenzieller First Round Pick endgültig zementieren.
Die unterschiedlichen Entscheidungen zeigen zwei klare Herangehensweisen. Mendoza schützt seinen Status und setzt auf perfekte Rahmenbedingungen beim Pro Day. Simpson hingegen sucht die direkte Bühne des Combine, um sich weiter nach oben zu arbeiten.
Für beide geht es am Ende um dasselbe Ziel: die bestmögliche Ausgangsposition im NFL Draft. Der Combine wird nun vor allem für Simpson zur Chance - während Mendoza darauf setzt, Anfang April das letzte große Statement zu setzen.
val