vor 12 Stunden
Trotz Gerichtsverfahren
Nach seiner Entlassung bei den Detroit Lions ist der nächste Schritt rund um Terrion Arnold nun getan. Nach dem Durchlaufen der Waivers ist der Defensive Back nun ein Free Agent: Einige Teams sollen bereits Interesse bekundet haben.

Die Neuigkeiten um Terrion Arnold reißen nicht ab. Nach seiner Festnahme wurde Arnold von den Detroit Lions entlassen. Gemäß der NFL-Regularien wird der 23-Jährige allerdings nicht sofort ein Free Agent, sondern muss zuerst die Waivers abwarten. In den Waivers können NFL-Teams nach einer bestimmten Reihenfolge Anspruch auf die Dienste des 23-Jährigen erheben. Das ist bei Arnold allerdings nicht passiert.
Eine Verpflichtung über die Waiver-Liste war von vornherein eher unwahrscheinlich. Das aufnehmende Team müsste den noch garantierten Teil des Vertrags übernehmen - ein Betrag von knapp 4,85 Millionen US-Dollar.
Erschwerend kommt hinzu, dass die NFL Arnold aufgrund des laufenden Strafverfahrens auf die sogenannte Paid-Leave-Liste setzen könnte. In diesem Fall wäre der Spieler zwar nicht einsatzberechtigt, das neue Team müsste sein Gehalt jedoch weiterhin zahlen.
Arnold ist in den USA wegen acht schwerer Straftaten angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vier Fälle von Entführung sowie vier Fälle schweren Raubes beziehungsweise tätlichen Angriffs vor. Hintergrund ist ein Vorfall aus dem Februar: Arnold soll vermutet haben, dass aus einem von ihm angemieteten Airbnb Luxusgegenstände und rund 100.000 US-Dollar Bargeld gestohlen wurden.
Nach Überzeugung der Ermittler organisierte der NFL-Profi daraufhin die Entführung und Misshandlung von drei jungen Männern. Die Opfer sollen in einer Wohnung in Tampa festgehalten, bedroht und geschlagen worden sein. Die Ermittlungen dauern an.
Arnolds Anwälte weisen die Vorwürfe zurück. Ihr Mandant sei weder am Tatort gewesen noch gebe es Beweise, die eine Beteiligung an den mutmaßlichen Taten belegten.
Unabhängig zum laufenden Verfahren sind wohl mehrere Teams an dem jungen Athleten interessiert. Als Free Agent könnten sich Teams risikofrei die Dienste des Defensive Backs sichern - zumindest in finanzieller Hinsicht. Eine Verpflichtung wird dennoch einen großen medialen Aufruhr mit sich bringen, den viele Teams in der Vorbereitung eigentlich eher vermeiden wollen.
Da Arnold jedoch ein sehr talentierter Spieler ist, könnte es Teams geben, die das rechtliche und öffentliche Risiko in Kauf nehmen, um einen potenziellen Pro Bowler ins Team zu holen.
nhu