04.02.2026
Zu hohe Belastung
Bei der jährlichen NFLPA-Pressekonferenz während der Super Bowl-Woche machte die Spielervereinigung am Dienstag klar, wie die Profis über eine mögliche Ausweitung der NFL-Regular Season auf 18 Spiele denken - und ihre Antwort war eindeutig.

Während Besitzer und Liga-Führung über zusätzliche Einnahmen und neue Vermarktungsmöglichkeiten nachdenken, rückt die Spielergewerkschaft NFLPA den gesundheitlichen Preis einer weiteren Partie in den Fokus - und bremst die Debatte entschieden aus.
Der amtierende Exekutivdirektor der NFL Players Association, David White, stellte während der Super-Bowl-Woche unmissverständlich klar, wie die Spieler zu einer möglichen Erweiterung des Spielplans stehen: "Unsere Mitglieder haben keinerlei Appetit auf ein 18. reguläres Saisonspiel."
White betonte, dass es sich dabei keineswegs um eine theoretische Gedankenspielerei handele, sondern um ein zentrales arbeitsrechtliches Thema: "Das 18. Spiel ist für uns keine Nebensache. Es ist ein sehr ernstes Thema. Es ist etwas, das ausschließlich aus Verhandlungen heraus entstehen kann."
Damit machte die NFLPA deutlich, dass ohne grundlegende Zugeständnisse und umfassende Gespräche keine Zustimmung der Spieler zu erwarten ist.
Ein Kernpunkt der Kritik ist die steigende körperliche Belastung. White verwies auf die Vielzahl schwerer Verletzungen, insbesondere gegen Ende der Saison und in den Playoffs: "Diese Verletzungen kosten Spieler Geld, sie können Karrieren verkürzen und sie können die Einkünfte über ein ganzes Leben hinweg mindern."
Gerade vor dem Hintergrund, dass eine durchschnittliche NFL-Karriere nur drei bis vier Jahre dauert, wiegt jedes zusätzliche Spiel besonders schwer. Für viele Profis könne eine weitere Partie den Unterschied zwischen Vertragsverlängerung und Karriereende bedeuten.
Während die Spielerseite eine klare Linie fährt, äußert sich die Ligaführung zurückhaltender. NFL-Commissioner Roger Goodell erklärte, eine Erweiterung auf 18 Spiele sei "nicht automatisch gegeben".
Deutlich offensiver positionierte sich dagegen Patriots-Besitzer Robert Kraft, der seine Erwartungen offen formulierte: "Jedes Team wird 18 reguläre Saisonspiele und zwei Vorbereitungsspiele haben."
Die Aussagen zeigen, wie unterschiedlich die Interessen innerhalb der Liga verteilt sind - und wie groß der Abstand zwischen Eigentümern und Spielern derzeit bleibt.
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nkr