vor 1 Tag
Bereit für Week 1?
Nick Bosa ist seinem Comeback für die San Francisco 49ers einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Der Defensive End absolvierte am Mittwoch erstmals seit seinem Kreuzbandriss wieder eine vollständige Trainingseinheit und nahm dabei auch an Team Drills teil.

Damit steigen die Hoffnungen, dass Bosa bereits beim Season Opener gegen die Los Angeles Rams in Melbourne auf dem Feld stehen könnte. Nach mehreren Rückschlägen während seiner Reha zeigte sich der 28-Jährige nach der Einheit deutlich optimistischer.
Bosa hatte sich in Week 3 der vergangenen Saison das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Seitdem arbeitete der Pass Rusher an seinem Comeback und war zu Beginn des Training Camps bereits weit genug, um nicht auf der PUP List starten zu müssen.
Am Mittwoch folgte nun der bislang wichtigste Schritt. Bosa absolvierte sowohl Individual Drills als auch Teile des Teamtrainings und erklärte anschließend, dass er sich "großartig" gefühlt habe. Seine Fortschritte bezeichnete er als "sehr ermutigend".
Auf die Frage, ob er am 10. September gegen die Rams spielen könne, wollte Bosa noch keine endgültige Zusage machen. Nach der erfolgreichen Einheit zeigte er sich allerdings zuversichtlich: "Nach heute, ja. Das war ziemlich gut."
Der Weg zurück verlief für den ehemaligen Defensive Player of the Year keineswegs problemlos. Nachdem Bosa zu Beginn des Training Camps bereits individuelle Übungen absolviert hatte, musste er aufgrund erneuter Beschwerden einen Schritt zurückgehen.
Zunächst hatten die 49ers lediglich von Schmerzen gesprochen, später wurde eine Patellasehnenentzündung als Ursache genannt. Bosa erklärte nun, dass er seine Belastung zwischenzeitlich zu schnell gesteigert habe. "Es war ein langer Weg. Ich hatte einige Probleme mit der Patellasehne und habe die Football-Belastung vor ungefähr einem Monat etwas zu schnell hochgefahren. Das hat mir gezeigt, dass ich einen Schritt zurückgehen muss."
Anschließend konzentrierte er sich darauf, wieder Vertrauen in seinen Körper aufzubauen. "Ich habe einfach versucht, so stark zu werden und so viel Selbstvertrauen aufzubauen, dass ich das Pflaster abreißen und heute wieder ins Teamtraining einsteigen konnte."
Noch ist Bosa allerdings nicht am Ziel. Bereits die Reise nach Australien stellt sein operiertes Knie vor den nächsten Belastungstest. Auf die 49ers wartet ein rund 16-stündiger Flug nach Melbourne.
Bosa plant deshalb, während der Reise besonders auf die Regeneration seines Knies zu achten. Unter anderem will er eine Kombination aus Kompression und Kühlung nutzen, seine Knie zusätzlich kühlen, mit einer Faszienrolle arbeiten und sich regelmäßig dehnen.
In Australien warten anschließend vier weitere Trainingseinheiten. Diese dürften entscheidend dafür werden, ob Bosa tatsächlich beim Season Opener gegen die Rams auflaufen kann.
nkr