25.03.2026
Kein Tush-Push-Verbot
Am kommenden Sonntag treffen sich die Eigentümer der 32 Franchises in Phoenix, um über mögliche Regeländerungen für das kommende Ligajahr abzustimmen. Nun hat die NFL die zur Abstimmung stehenden Vorschläge veröffentlicht. Mit dabei: Ein Notfallplan, sollten die Schiedsrichter in den Streik gehen.

Seit Wochen befinden sich die Offiziellen mit der Liga im Streit. Nun droht der Streik. Die NFL hat sich darauf bereits vorbereitet und möchte im Fall der Fälle mit Ersatz-Schiedsrichtern aus kleineren Colleges arbeiten. Um ein großes Chaos zu verhindern, schlagen sie unter anderem eine Regeländerung vor, die nun mit einigen weiteren Vorschlägen in Phoenix zur Abstimmung stehen wird.
Sollte der Streit im Streik enden, möchte die NFL zusätzlich zu den Offiziellen auf dem Feld weitere Schiedsrichter zentralisiert einsetzen. Diese Videoschiedsrichter sitzen in der Art McNally Game Day Zentrale in New York. Mit dieser Regelabänderung sollen sie mehr Macht bekommen und bei Entscheidungen über Strafen mitentscheiden. Das betrifft insbesondere ungeahndete Fouls wie Roughing the Passer, Intentional Grounding, Disqualifizierungs-Gründe oder zu Unrecht geworfene Flaggen.
Außerdem wurde ein Vorschlag eingereicht, der es NFL-Offiziellen ermöglichen soll, klare Fehlentscheidungen, die auf dem Feld getroffen werden, zu revidieren. Diese Regelung würde allerdings nur zum Einsatz kommen, sollten die NFL Referees ihre Arbeit niederlegen. Dann greift diese Regel für ein Jahr.
Diese Maßnahmen sollen ein Chaos, ähnlich wie es in den ersten Wochen im Jahr 2012 stattgefunden hat, verhindern.
Die Pittsburgh Steelers und die Cleveland Browns haben ebenfalls jeweils einen Vorschlag angebracht. Die Steelers wollen die 2025 eingeführte Regel, die es den Teams erlaubt, mit bis zu fünf Unrestricted Free Agents in der Legal Tampering Periode zu sprechen, permanent einführen.
Die Browns haben sich dafür ausgesprochen, den Zeitraum, in dem Teams ihre Draft-Picks tauschen dürfen, von drei auf fünf Jahre zu erhöhen. Das soll den Franchises mehr Flexibilität beim Kaderaufbau bringen.
Insbesondere nach den hitzigen Diskussionen der letzten Offseason und dem gescheiterten Antrag, ist es fast schon verwunderlich, dass der Tush Push in diesem Jahr nicht erneut zur Abstimmung steht. Die NFL führt ein Verbot des Spielzuges, etabliert von den Philadelphia Eagles, nicht in ihrem Dokument auf.
- Teams sollen zu jeder Zeit einen Onside-Kick erklären dürfen, unabhängig vom Spielstand. Bis jetzt geht das nur, wenn das Team im Rückstand liegt.
- Dem Kicking Team soll es beim Anstoß verboten werden, den Ball mit Absicht von der 50-Yard-Linie ins Aus zu schießen. Sollte das passieren, würde der Ball fortan an der 20-Yard-Linie platziert werden, nicht mehr bei 25 Yards. Außerdem soll so wieder mehr Spannung erzeugt werden und die Möglichkeit für Returns begünstigt werden.
- Die Kickoff-Ausrichtungsanforderungen für das Receiving Team in der Set-Up Zone sollen angepasst werden. Grundsätzlich würde das einen weiteren Spieler in der Set-Up Zone erlauben. Die Liga begründet das mit der Sicherheit der Spieler, die dadurch gefördert werden soll.
- Vorschlag zur Änderung der Deadline bei der Kaderkürzung bis zum finalen Roster, um die internationalen Spiele in der ersten Woche zu begünstigen.
- Den Samstag und Sonntag vor dem Labor Day in den USA als Werktage einführen. Damit soll es den Teams möglich sein Roster Moves offiziell der NFL mitteilen zu können. Vorher war das aufgrund des Feiertages an diesen Tagen offiziell nicht möglich.
- Spieler, die auf Reserve-Liste sind oder verletzt, dürfen schon nach dem zweiten Spiel der regulären Saison eine 21-tägige Trainingsphase beginnen. Das soll zu mehr Flexibilität bei den Teams führen.
Insgesamt benötigt jeder Vorschlag 24 Ja-Stimmen, um ihn durchzusetzen. Das wären 75 Prozent der Teams.
lgr