27.02.2026
28 Millionen Dollar garantiert
Die Dallas Cowboys machen ernst und setzen wie erwartet das Franchise Tag auf Wide Receiver George Pickens. Damit sichern sich die Texaner die Rechte an ihrem Pro-Bowl-Receiver mindestens für die Saison 2026.

Mitten im Trubel des NFL Combines geht es längst nicht nur um Sprintzeiten und Draft-Talente. Während Prospects im Lucas Oil Stadium ihre athletischen Werte präsentieren, nutzen Front Offices die Tage in Indianapolis traditionell auch für Gespräche mit Spielervermittlern - insbesondere von Free Agents oder Kandidaten für Vertragsverlängerungen. In diesem Umfeld fiel nun auch die Entscheidung rund um George Pickens, dessen Zukunft in Dallas ein zentrales Thema hinter den Kulissen war.
Noch am Donnerstag hatten sich die Cowboys beim NFL Combine mit Pickens' Beratern getroffen. Die Gespräche wurden als eher allgemein beschrieben. Executive Vice President Stephen Jones hatte bereits zuvor angedeutet, man tendiere zur Tag-Lösung. Head Coach Brian Schottenheimer sagte auf die Frage nach einer langfristigen Zukunft: "Ich hoffe es."
Das Franchise Tag garantiert Pickens nun rund 28 Millionen Dollar für die kommende Saison. Ein langfristiger Vertrag bleibt zwar möglich, doch zunächst verschafft sich Dallas Zeit - und verhindert, dass einer der produktivsten Receiver der Liga auf den freien Markt gelangt.
Pickens' erstes Jahr in Dallas verlief nahezu perfekt. Nach seinem Trade von den Pittsburgh Steelers - im Austausch gegen Draft-Picks - stellte der 24-Jährige neue Karrierebestwerte auf: 93 Receptions, 1429 Yards und neun Touchdowns.
Fünf Spiele mit mehr als 100 Receiving Yards, darunter zwei ohne den verletzten CeeDee Lamb, unterstrichen seine Rolle als primäre Waffe. Mit fünf Partien über 130 Yards inklusive Touchdown stellte Pickens sogar einen Franchise-Rekord auf.
Seine 13 Receptions über 25 Yards sowie 73 First-Down-Catches gehörten jeweils zu den Top-Werten der NFL. Die Chemie mit Quarterback Dak Prescott war sofort spürbar - vergleichbar mit Prescotts früherer Verbindung zu Amari Cooper oder Lamb.
Die große Frage lautet nun: Wie teuer darf ein zweiter Elite-Receiver werden?
CeeDee Lamb unterschrieb 2024 eine Vertragsverlängerung über durchschnittlich 34 Millionen Dollar pro Jahr inklusive 100 Millionen garantiert. Pickens' Marktwert dürfte sich in einer ähnlichen Größenordnung bewegen.
Dallas steht damit vor einer strategischen Entscheidung: Zwei Receiver auf absolutem Top-Niveau bezahlen - oder langfristige Cap-Flexibilität priorisieren?
Mit dem Franchise Tag haben die Cowboys sich Zeit gekauft. Doch die eigentliche Entscheidung steht noch bevor.
mgs