vor 16 Stunden
Gute Stimmung in Dallas
Die Dallas Cowboys wollen 2026 nicht noch einmal von ihrer Defense ausgebremst werden. Nach einer enttäuschenden vergangenen Saison hat das Team nicht nur personell massiv nachgelegt, sondern mit Christian Parker auch einen neuen Defensive Coordinator installiert.

Quinnen Williams, der erst während der vergangenen Saison nach Dallas gekommen war, erkennt bereits vor dem ersten Regular-Season-Spiel deutliche Veränderungen. Der viermalige Pro Bowler schwärmt sowohl vom neuen Mindset als auch von der täglichen Arbeit gegen die hochkarätig besetzte Cowboys-Offense.
Williams kam während der vergangenen Saison per Trade zu den Cowboys und absolvierte noch sieben Spiele für Dallas. Die Probleme der Defense konnte allerdings auch der Defensive Tackle nicht alleine beheben.
Unter Parker soll sich das nun ändern. Der neue Defensive Coordinator arbeitete zuvor unter anderem mit Vic Fangio zusammen und bringt ein neues Scheme nach Dallas.
Williams spürt die Veränderungen bereits seit Beginn der Offseason. "Die Entwicklung ist wie Tag und Nacht", erklärte der 28-Jährige. "Angefangen bei den OTAs und dann in der ersten Woche des Training Camps: Jeden Tag gegen eine der besten Offenses anzutreten und sich mit ihr zu messen, hat uns enorm geholfen."
Dabei gehe es für Williams nicht nur um Veränderungen auf dem Feld. "Das Mindset, von den Coaches über die Spieler bis hin zu den Führungsspielern, hat sich drastisch verändert. Es macht einfach Spaß."
Trotz der positiven Entwicklung sieht Williams die Arbeit der Cowboys noch längst nicht als abgeschlossen an. "Ich kann es kaum erwarten, den Prozess und die Ergebnisse all dieser harten Arbeit zu sehen. Aber wir sind noch nicht fertig."
Dallas hat Parker zugleich deutlich mehr Talent zur Verfügung gestellt. Die Cowboys verstärkten ihre Defense während der Offseason auf nahezu allen Ebenen.
Per Trade kamen unter anderem Pass Rusher Rashan Gary und Linebacker Dee Winters nach Dallas. Zusätzlich verpflichteten die Cowboys Jalen Thompson, Cobie Durant, P.J. Locke und Von Miller.
Auch im Draft investierte das Franchise weiter in seine Defense. Mit dem elften Pick wählte Dallas Caleb Downs. Später kamen mit Malachi Lawrence und Jaishawn Barham weitere Verstärkungen hinzu.
Gemeinsam mit Williams soll die neu formierte Unit dafür sorgen, dass die Defense 2026 nicht erneut zu einer der großen Schwachstellen des Teams wird.
Ein weiterer Faktor für die Entwicklung ist für Williams die eigene Offense. Im Training bekommt es die Defense täglich mit einer hochkarätig besetzten Unit zu tun.
Für den Defensive Tackle weckt das sogar Erinnerungen an seine College-Zeit bei Alabama. "Das letzte Mal, dass ich so etwas gespürt habe, war bei 'Bama, als du auf der anderen Seite ständig gegen Erstrunden-Talente angetreten bist."
In Dallas sei die Qualität noch einmal auf einem anderen Niveau. "Hier in der NFL stehen überall All-Pros. Du bekommst die Chance, gegen eine der besten Offenses der Liga und einen der besten Quarterbacks der Liga anzutreten."
Auch die Offensive Line hebt Williams ausdrücklich hervor."Wir haben eine der besten Offensive Lines der Liga. Sie jeden Tag als Möglichkeit zu nutzen, besser zu werden, und gleichzeitig diese Dringlichkeit innerhalb der Defense zu haben, sich jeden Tag weiterzuentwickeln - genau das haben wir gebraucht."
Die Duelle im Training seien entsprechend intensiv: "Es macht Spaß. Es ist definitiv ein Battle."
Auf dem Papier haben die Cowboys ihre Defense damit auf zahlreichen Positionen verstärkt. Ob die Veränderungen unter Parker tatsächlich den erhofften Effekt haben, muss die Unit nun in der Regular Season beweisen.
Der erste Härtetest wartet am 13. September in der Primetime gegen die New York Giants. Für Williams ist nach den vergangenen Monaten zumindest klar, dass die Cowboys defensiv mit einer anderen Ausgangslage in die Saison gehen als noch vor einem Jahr. Ob aus der Entwicklung tatsächlich eine der besseren Defenses der NFL entsteht, entscheidet sich nun auf dem Feld.
nkr