14.07.2026
Häusliche Gewalt
Alaric Jackson muss nach seiner Festnahme wegen des Verdachts häuslicher Gewalt vorerst keine Anklage wegen eines Verbrechens befürchten. Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles verzichtet auf ein entsprechendes Verfahren und übergab den Fall stattdessen an die Stadtanwaltschaft.

Ganz abgeschlossen ist die Angelegenheit für den Left Tackle der Los Angeles Rams jedoch nicht. Die NFL könnte Jackson unabhängig vom strafrechtlichen Verfahren im Rahmen ihrer Personal Conduct Policy sanktionieren.
Wie das Büro der Staatsanwaltschaft von Los Angeles gegenüber ESPN bestätigte, wird gegen Jackson keine Anklage wegen eines Verbrechens erhoben. Stattdessen wurde der Fall an die Stadtanwaltschaft von Los Angeles weitergeleitet.
Dort wurde das Verfahren einem sogenannten Pre-Filing-Diversionsprogramm zugewiesen. Dieses richtet sich an geeignete Beschuldigte und stellt eine Alternative zu einer strafrechtlichen Verfolgung wegen eines möglichen Vergehens dar.
Ein Sprecher der Stadtanwaltschaft erklärte den aktuellen Stand des Verfahrens: "Zum jetzigen Zeitpunkt werden keine Anklagen gegen den Beschuldigten erhoben. Der Fall bleibt jedoch während der gesamten Verjährungsfrist offen und kann bei neuen Entwicklungen erneut bewertet werden."
Auch wenn strafrechtlich zunächst keine Anklage erfolgt, ist Jacksons Fall für die Liga noch nicht beendet. Die NFL prüft Verstöße gegen ihre Personal Conduct Policy unabhängig von staatlichen Verfahren und könnte den Offensive Lineman disziplinarisch bestrafen.
Jackson war am 8. Juni festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei lautete der Vorwurf, einer Ehepartnerin vorsätzlich körperliche Verletzungen zugefügt zu haben.
Es ist nicht das erste Mal, dass Jackson wegen seines Verhaltens außerhalb des Spielfelds in den Schlagzeilen steht. Bereits im vergangenen Jahr hatte ihn eine Frau verklagt. Sie warf ihm vor, sie während des Geschlechtsverkehrs ohne ihre Zustimmung gefilmt, die Aufnahmen trotz mehrfacher Aufforderung nicht gelöscht und sie anschließend mit dem Video schikaniert zu haben. Laut Klageschrift wurde auch die NFL über den Vorfall informiert.
Das Verfahren, das zunächst vor einem Gericht in Los Angeles eingereicht worden war, wurde später an ein Bundesgericht verwiesen und am 10. April eingestellt.
Bereits 2024 hatte die NFL Jackson wegen eines Verstoßes gegen ihre Verhaltensrichtlinien für zwei Spiele gesperrt.
nkr