vor 1 Tag
Neuer Rekord?
Die Baltimore Ravens wollen Lamar Jackson langfristig an das Franchise binden. General Manager Eric DeCosta zeigte sich kurz vor dem Start der neuen NFL-Saison optimistisch, mit seinem Star-Quarterback eine Einigung über einen neuen Vertrag erzielen zu können.

Zeitlich steht Baltimore dabei durchaus unter Druck. Jackson besitzt zwar noch einen Vertrag bis einschließlich 2027, sein Cap Hit für die kommende Saison liegt allerdings bereits bei 84,34 Millionen US-Dollar. Entsprechend würden die Ravens gerne noch vor Beginn der Free Agency im März eine neue Vereinbarung treffen.
Über konkrete Fortschritte in den Gesprächen wollte DeCosta nicht sprechen. Seine grundsätzliche Einschätzung fiel allerdings eindeutig aus. "Ich bin optimistisch", erklärte der General Manager. "Ich habe ein gutes Gefühl."
Später fügte DeCosta hinzu: "Wir würden sehr gerne so schnell wie möglich einen Deal abschließen." Das der Ravens-GM keine weiteren Details preisgab, ist wenig überraschend. DeCosta und Jackson haben sich darauf verständigt, Vertragsangelegenheiten nicht öffentlich zu diskutieren.
"Lamar und ich haben eine Abmachung - wie ihr alle wisst und wie ich wahrscheinlich schon 50 Mal gesagt habe: Wir werden öffentlich nicht über geschäftliche Dinge sprechen", erklärte DeCosta.
Die Gespräche unterscheiden sich zudem von klassischen Vertragsverhandlungen in der NFL. Jackson besitzt keinen Agenten und vertritt sich selbst. DeCosta verhandelt deshalb direkt mit seinem Quarterback.
Diese Konstellation kennt Baltimore bereits. Im April 2023 einigten sich beide Seiten auf einen Fünfjahresvertrag über 260 Millionen US-Dollar. Jackson wurde damit zum damaligen Zeitpunkt zum bestbezahlten Spieler der NFL.
Sein durchschnittliches Jahresgehalt von 52 Millionen US-Dollar ist mittlerweile allerdings nur noch das elfthöchste der Liga. Zum Vergleich: Patrick Mahomes führt die NFL derzeit mit durchschnittlich 63 Millionen US-Dollar pro Saison an.
Trotz der besonderen Situation scheinen Gespräche auch während der Saison möglich zu sein. "Wir waren schon einmal in dieser Situation", sagte DeCosta. "Ich denke, es geht einfach um Kommunikation. Lamar und ich haben eine großartige Beziehung und wir sprechen miteinander. Darauf läuft es letztendlich hinaus - Kommunikation."
Dass Baltimore bereit ist, für seine wichtigsten Spieler tief in die Tasche zu greifen, stellte DeCosta ebenfalls klar. Dabei gehe es nicht ausschließlich um das durchschnittliche Jahresgehalt, sondern um das gesamte Vertragskonstrukt. "Wir versuchen, unsere Spieler, unsere besten Spieler, so gut wie möglich zu bezahlen", erklärte DeCosta. "Man kann das anhand des Durchschnittsgehalts betrachten, anhand des garantierten Geldes, der Vertragslaufzeit, der Incentives oder was auch immer. Wir versuchen, gegenüber unseren Spielern mehr als fair zu sein."
Für die Ravens geht es bei einem neuen Vertrag allerdings nicht nur darum, Jackson entsprechend seiner sportlichen Bedeutung zu bezahlen. Auch die Salary-Cap-Situation erhöht den Handlungsdruck.
nkr