18.01.2026
Erneutes Playoff-Aus
Nach der bitteren 33:30-Niederlage der Buffalo Bills in der Divisional Round gegen die Denver Broncos zeigte sich Quarterback Josh Allen bei der Pressekonferenz emotional und mit Tränen in den Augen - und nahm die Schuld für das Ausscheiden auf sich.

In einer turbulenten Saison mit hohen Erwartungen endete der Traum von der Super Bowl-Teilnahme erneut früh für die Bills. Allen und seine Teamkollegen reflektierten offen über verpasste Chancen und Frustration, die weit über das Spielfeld hinaus reichen.
Josh Allen kam etwa 16 Minuten nach Spielende zur Pressekonferenz, sichtlich bewegt, mit gerötetem Gesicht und Tränen in den Augen. "Es ist extrem schwierig," sagte der amtierende MVP mit brüchiger Stimme. "Ich habe das Gefühl, dass ich heute meine Teamkollegen enttäuscht habe."
Er nannte "einfach verpasste Chancen im ganzen Spiel" als Grund für seine Emotionen und fügte hinzu: "Es war eine lange Saison. Ich hasse, wie es geendet ist, und das wird lange bei mir bleiben."
Auch seine Teamkollegen äußerten sich über Allens Rolle und den Druck, den er alljährlich trägt. Wide Receiver Brandin Cooks sagte: "Er trägt uns das ganze Jahr, und ich denke darüber so: Irgendjemand muss in der Lage sein, etwas davon von ihm zu nehmen." Er lobte Allen als "größten Quarterback in dieser Liga" und forderte mehr Produktion der anderen Spieler, damit Allen nicht immer derjenige sei, der "diesen Sieg erzwingen muss".
Cooks zeigte sichtlich Emotionen und sagte: "Ich schaue zurück und frage mich wie: ‚Mann, was hätte ich tun können, um etwas von diesem Druck von ihm zu nehmen?‘… Du liebst dieses Spiel so sehr. Und wenn du so knapp scheiterst, dann wird es lange wehtun."
Allen selbst analysierte auch spielentscheidende Situationen. Die Bills verloren mit vier Turnovers (zwei verlorene Fumbles und zwei Interceptions) - und Allen machte keine Ausreden: "Man kann nicht mit fünf Turnovers gewinnen," sagte er und fügte hinzu: "Wenn du dir selbst ins Bein schießt wie wir, dann verdienst du es nicht, Football-Spiele zu gewinnen."

Über eine riskante Entscheidung kurz vor der Halbzeit meinte er: "Ich wollte einfach aggressiv sein. Das kann ich nicht machen." Headcoach Sean McDermott erklärte, man habe versucht, noch ein paar Punkte vor der Pause zu erzielen, doch es habe nicht funktioniert.
Trotz Allens Selbstkritik kam Unterstützung aus dem Team: Headcoach McDermott stellte klar, dass der Verlust nicht allein auf Allens Konto gehe. "Nein. Es liegt nicht an [Allen]. Wir hatten Chancen, wir alle hatten Chancen, und ich bin extrem stolz auf ihn," sagte McDermott. "Er ist ein großartiger Mensch, großartiger Leader, großartiger Quarterback. Es gibt Plays, die wir alle zurückhaben wollen."
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nkr