28.02.2026
Historischer Auftritt
Was für ein Abend für Kenyon Sadiq. Der Tight End aus Oregon hat beim NFL Combine 2026 Zahlen aufgelegt, die nicht nur historisch sind, sondern selbst im Vergleich mit Wide-Receiver-Legenden und anderen Top-Athleten herausragen.

Der Combine ist die Bühne, auf der sich Prospects nicht nur empfehlen, sondern ihren Draft-Status massiv verändern können. Sadiq galt bereits vor dem Event als möglicher First Round Pick. Nach diesem Auftritt ist klar: Sein Hype-Zug hat noch einmal deutlich Fahrt aufgenommen.
Mit einer offiziellen Zeit von 4,39 Sekunden lief Kenyon Sadiq den schnellsten 40-Yard-Dash eines Tight Ends seit mindestens 2003. Damit unterbot er die bisherige Bestmarke von 4,40 Sekunden, die Vernon Davis 2006 aufgestellt hatte und die Dorin Dickerson 2010 egalisierte.
Für einen 6 Fuß 3 großen (1,91 m) und 241 Pfund schweren (109,32 kg) Tight End ist diese Zeit außergewöhnlich. Sadiq ist damit schneller gelaufen als zahlreiche prominente Receiver vergangener Jahre - ein klares Statement in Sachen Explosivität.
Schon vor dem Sprint zeigte Sadiq, was in ihm steckt. Sein Broad Jump von 11 Fuß 1 Inch (3,38 m) war zunächst die Bestmarke unter allen Tight Ends beim Combine 2026. Nur wenige Minuten später wurde dieser Wert allerdings übertroffen.
Auch im Vertical Jump glänzte Sadiq mit 43,5 Inches (110,49 cm). Die Kombination aus Antritt, Sprungkraft und Topspeed macht seine Performance zu einer der beeindruckendsten Tight-End-Vorstellungen in der Combine-Geschichte.
Zum Kontext: Sadiq ist damit schneller gelaufen als Odell Beckham Jr., höher gesprungen als Julio Jones und explosiver gewesen als Andre Johnson.
Doch Sadiq war nicht der einzige Tight End mit einer historischen Performance. Eli Stowers von Vanderbilt brach im Vertical Jump den Combine-Rekord für Tight Ends seit 2003. Mit 45,5 Inches (115,57 cm) verpasste er die absolute Bestmarke aller Positionen in diesem Zeitraum nur um einen halben Inch (1,27 cm). Den Rekord hält seit 2005 Safety Gerald Sensabaugh mit 46 Inches (116,84 cm).
Auch im Broad Jump setzte Stowers mit 11 Fuß 3 Inches (3,43 m) die Tagesbestmarke unter den Tight Ends. Dieser Wert reicht seit 2003 positionsübergreifend für einen Platz unter den besten 25.
Vor dem Combine wurde Sadiq bereits als bester Tight End der Klasse gehandelt. Seine Workout-Zahlen werden daran nichts ändern - im Gegenteil. Die Mischung aus Größe, Gewicht und Explosivität macht ihn zu einem Prototypen des modernen Tight Ends.
Ob er sich damit endgültig als einer der besten Spieler dieser Draft-Klasse etabliert, entscheidet sich im Draft. Fest steht jedoch: Dieser Combine-Auftritt gehört in die Geschichtsbücher.
val