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    NFL

    vor 9 Stunden

    Die Krönung fehlt

    Sieben Teams ohne Titel: Welches Team kann 2026 ihren ersten MVP stellen?

    Seit Beginn der Super-Bowl-Ära 1967 wurden unzählige NFL-Legenden zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt. Doch sieben Franchises warten bis heute darauf, dass erstmals einer ihrer Spieler die prestigeträchtige Auszeichnung als AP NFL MVP gewinnt.

    Jalen Hurts von den Philadelphia Eagles
    Kann ein Team 2026 die Serie stoppen? IMAGO/Icon Sportswire

    Vor der Saison 2026 blickt die NFL auf sieben Kandidaten, die diese ungewöhnliche Geschichte beenden könnten. Vom etablierten Quarterback bis zum aufstrebenden Pass Rusher, diese Spieler besitzen das Potenzial, ihre Franchise erstmals zum MVP-Titel zu führen.

    Philadelphia Eagles: Jalen Hurts will den nächsten Schritt gehen

    Unter den sieben Franchises gehören die Eagles zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Dabei wirkt es fast unglaublich, dass Philadelphia trotz zweier Super-Bowl-Titel und zahlreicher erfolgreicher Spielzeiten noch nie einen MVP der Super-Bowl-Ära hervorgebracht hat.

    Die größten Hoffnungen ruhen erneut auf Quarterback Jalen Hurts. Der Super-Bowl-MVP von Super Bowl LIX führte die Eagles bereits zweimal ins Endspiel und zählt seit Jahren zu den besten Dual-Threat-Quarterbacks der NFL. Nach dem enttäuschenden Aus in der Wild Card Round der vergangenen Saison steht Hurts allerdings unter besonderer Beobachtung. Erschwerend kommt hinzu, dass Star-Receiver A.J. Brown nicht mehr zum Kader gehört und mit Sean Mannion ein neuer Offensive Coordinator die Offense übernimmt.

    Gelingt Hurts unter diesen Voraussetzungen die Rückkehr in die absolute NFL-Elite, könnte er nicht nur seinen ersten MVP-Titel gewinnen, sondern auch den ersten Liga-MVP der Eagles seit Norm Van Brocklin im Jahr 1960.

    Tampa Bay Buccaneers: Baker Mayfield setzt auf ein Comeback

    Auch die Buccaneers haben trotz ihrer beiden Super-Bowl-Erfolge noch nie einen MVP der Super-Bowl-Ära gestellt.

    Die Hoffnungen liegen auf Baker Mayfield. Der Quarterback spielte zu Beginn der Saison 2025 auf MVP-Niveau, ehe zahlreiche Verletzungen innerhalb der Offense Tampa Bays Playoff-Hoffnungen zunichtemachten. Dennoch verpasste Mayfield keine einzige Partie.

    Mit dem neuen Offensive Coordinator Zac Robinson soll die Offense wieder zu alter Stärke finden. Erreicht Mayfield erneut seine Zahlen aus der Saison 2024 mit mehr als 4.500 Passing Yards und 41 Touchdown-Pässen, dürfte er automatisch wieder zu den Kandidaten im MVP-Rennen gehören. Selbst Tom Brady gewann die Auszeichnung während seiner Zeit in Tampa Bay nie.

    Jacksonville Jaguars: Trevor Lawrence auf dem Weg zur Konstanz?

    Trevor Lawrence scheint den nächsten Entwicklungsschritt endlich geschafft zu haben.

    Unter Head Coach Liam Coen spielte der ehemalige Nummer-eins-Pick 2025 die bislang beste Saison seiner Karriere. Mit 29 Touchdown-Pässen, persönlichen Bestwerten beim Quarterback Rating sowie neun Rushing Touchdowns führte er die Jaguars zum Titel in der AFC South und gehörte erstmals zum Kreis der MVP-Finalisten.

    Die entscheidende Frage lautet nun, ob Lawrence dieses Niveau bestätigen kann. Genau daran haperte es bislang in seiner NFL-Karriere.

    Sollte Jacksonville an die starke Schlussphase der vergangenen Saison anknüpfen, dürfte Lawrence erneut zu den aussichtsreichsten MVP-Kandidaten gehören.

    Houston Texans: Kann Will Anderson Geschichte schreiben?

    Quarterbacks dominieren seit Jahrzehnten die MVP-Wahl. Deshalb erscheint Houstons Kandidat zunächst ungewöhnlich.

    Mit Will Anderson Jr. setzt die NFL auf einen Defensivspieler. Der Pass Rusher entwickelte sich 2025 endgültig zu einem der dominantesten Verteidiger der Liga, wurde erstmals All-Pro und belegte bei der Wahl zum Defensive Player of the Year den zweiten Platz.

    Ein Verteidiger hat den MVP-Titel zuletzt 1986 gewonnen, als Lawrence Taylor Geschichte schrieb.

    Sollte Anderson seine Sack-Zahlen erneut steigern und Houston gleichzeitig zu einem der besten Teams der AFC führen, könnte der Defensive End diese historische Ausnahme schaffen.

    New Orleans Saints: Tyler Shough als Überraschungskandidat

    Der wohl größte Außenseiter auf der Liste heißt Tyler Shough.

    Der Quarterback übernahm während seiner Rookie-Saison den Starterposten und führte die Saints in seinen ersten neun Starts zu fünf ihrer insgesamt sechs Siege. Dabei erzielte er 13 Touchdowns und deutete sein großes Potenzial mehrfach an.

    Mit einem weiteren Jahr Erfahrung im System von Head Coach Kellen Moore sowie zusätzlichen Waffen in der Offense - darunter Erstrunden-Receiver Jordyn Tyson und Running Back Travis Etienne - könnte Shough einen ähnlichen Entwicklungssprung hinlegen wie einst Lamar Jackson oder Patrick Mahomes in ihrer zweiten NFL-Saison.

    New York Jets: Breece Hall als Ausnahmefall?

    Eigentlich spricht alles für Quarterbacks im MVP-Rennen. Doch bei den Jets richtet sich der Blick überraschend auf Running Back Breece Hall.

    Der 25-Jährige knackte 2025 erstmals die Marke von 1.000 Rushing Yards und erhielt dafür einen langfristigen Vertrag. Hall zählt zu den vielseitigsten Running Backs der Liga und besitzt das Potenzial, sowohl im Lauf- als auch im Passspiel den Unterschied auszumachen.

    Sollte Hall die Jets erstmals seit 2010 zurück in die Playoffs führen, könnte er sich trotz der geringen Chancen für Running Backs in die MVP-Diskussion spielen. Der letzte Spieler auf seiner Position, dem dieses Kunststück gelang, war Adrian Peterson im Jahr 2012.

    Arizona Cardinals: Schreibt Jeremiyah Love Geschichte?

    Die wohl spektakulärste Geschichte wäre ein MVP-Triumph von Rookie Running Back Jeremiyah Love.

    Arizona wählte den ehemaligen Notre-Dame-Star an Position drei des Drafts und stattete ihn direkt mit einem Rekordvertrag aus. Das Talent gilt als außergewöhnlich, dennoch sprechen die historischen Zahlen klar gegen ihn.

    Seit Beginn der Super-Bowl-Ära gewann kein Rookie die Auszeichnung als MVP. Zudem dürfte Love seine Snaps mit James Conner und Tyler Allgeier teilen.

    Dennoch gilt der Running Back als Hoffnungsträger einer Cardinals-Franchise, die nach einer enttäuschenden Drei-Siege-Saison dringend einen neuen Star benötigt.

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    nkr