08.02.2026
Mega-Star aus Puerto Rico
Selten gab es vor einer Super Bowl Halftime Show so viele Diskussionen um den Headliner. Der lateinamerikanische Künstler Bad Bunny spaltet die USA und sorgt zwischen Präsident Donald Trump und der NFL für Spannungen. Doch wer ist der 31-Jährige Welt-Star eigentlich?

Bad Bunny - mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio - ist ein puerto-ricanischer Sänger, Songwriter und Produzent. Der 31-Jährige setzt konstant neue Maßstäbe, 2025 war er der meistgestreamte Artist bei Spotify und sein Album "Debí Tirar Más Fotos" gewann im Februar als erstes spanischsprachiges Album den Grammy für das beste Album des Jahres.
1994 geboren in Puerto Rico veröffentlichte der US-Rapper mit 19 Jahren seine erste eigene Musik. Schnell wurde er zu einem der Vorreiter der lateinamerikanischen Trap-Szene. Neben seiner eigenen Laufbahn als Sänger, spielte Bad Bunny unter anderem auch in der Netflix-Serie "Narcos" mit. Auch als Stil-Ikone wird der junge Lateinamerikaner inzwischen gehandelt, seine einzigartigen Looks präsentierte er unter anderem bei der legendären Met-Gala in New York.
In seiner Musik geht es Bad Bunny unter anderem um seine Heimat Puerto Rico. Gentrifizierung, sowie die zunehmend erschwerten Lebensbedingungen, aber auch gesellschaftlich-politische Fragen nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Durch seine Songs transportiert er aber auch ein beschwingtes Lebensgefühl, viele seiner Hits laden zum Tanzen ein. Sein Markenzeichen: Er singt ausschließlich auf seiner Muttersprache Spanisch - auch beim Super Bowl LX.
Schon beim Super Bowl 2020 hatte Bad Bunny einen Gastauftritt bei der Show von Jennifer Lopez und Shakira. Nun kehrt der 31-Jährige auf die größte Bühne der Welt zurück und steht selbst im Mittelpunkt. Die Wahl der NFL stieß im Vorfeld allerdings durchaus auf Empörung und Ablehnung in den USA. Bei den Grammys formulierte der Latin-Star klar seine Abneigung gegen ICE, mit seiner Tour lässte er das amerikanische Festland bewusst aus.
Die Republikaner rund um Präsident Donald Trump nutzten die anstehende Halftime Show mit Bad Bunny als Anlass für Kritik. Heimatschutzministerin Kristi Noem nannte die Wahl der NFL "schwach", als "lächerlich" beschrieb Trump selbst die Entscheidung für Bad Bunny. Und entschied sich prompt dem Super Bowl fern zu bleiben. Ein absolutes Novum: Erstmals organisierte die konservative Jugend-Organisation Turning Point eine alternative Show - mit Kid Rock und anderen Country Musikern.
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