15.08.2026
Schwacher Einstand
Der Einstand von Tua Tagovailoa im Trikot der Atlanta Falcons verlief alles andere als nach Plan. Bei der 7:27-Niederlage gegen die Denver Broncos blieb die neue Offense weit hinter den Erwartungen zurück und der Quarterback fand nach dem Spiel deutliche Worte.

Auch wenn es sich lediglich um das erste Preseason-Spiel handelte, machte Tagovailoa keinen Hehl aus seiner Enttäuschung und nahm sich selbst in die Verantwortung.
Tagovailoa stand lediglich für zwei Angriffsserien auf dem Feld und brachte drei seiner fünf Pässe für 22 Yards an den Mann. Gleich zu Beginn unterlief ihm zudem ein Fumble, den er zwar selbst sichern konnte, der seiner Meinung nach jedoch den weiteren Spielverlauf beeinflusste. "Das war definitiv nicht unser Standard - nicht einmal annähernd", sagte Tagovailoa nach der Partie. "Ich bin frustriert und enttäuscht darüber, wie wir heute aufgetreten sind."
Für den Quarterback spiegelte die Leistung keineswegs die harte Arbeit der vergangenen Wochen wider. "Wenn ich darüber nachdenke, dann ist das, was wir heute gezeigt haben, kein Abbild der Arbeit, die wir in den ersten beiden Wochen des Training Camps investiert haben. Damit werden wir weder unserer Arbeit noch der unserer Coaches gerecht."
Die Verantwortung dafür sieht Tagovailoa in erster Linie bei sich selbst. "Es beginnt bei mir. Ich muss besser sein. Nach diesem zweiten Spielzug sind wir irgendwie komplett aus dem Rhythmus geraten."
Tagovailoa befindet sich weiterhin im Duell mit Michael Penix Jr. um den Starterposten. Da Penix aufgrund seiner Verletzung aktuell noch nicht vollständig am Mannschaftstraining teilnehmen kann, liegt Tua derzeit vorne - allerdings eher mangels Konkurrenz.
Nach seinem Auftritt gegen Denver ist dem ehemaligen Dolphins-Quarterback bewusst, dass er sich nicht empfohlen hat. "Ich kämpfe um diese Position. Ich will Punkte aufs Board bringen und nicht ständig Three-and-out gehen. Ich weiß, auf welchem Niveau ich spielen kann - deshalb muss ich einfach besser werden."
Head Coach Kevin Stefanski wollte die Leistung seines Quarterbacks nach nur neun Offensivspielzügen jedoch nicht überbewerten. "Ich bewerte die gesamte Offense. Wir haben den Ball insgesamt nicht gut genug bewegt. Natürlich gibt es einige Dinge, die wir bereinigen müssen. Da war zum Beispiel auch der fallen gelassene Snap. Bei so einer kleinen Anzahl an Spielzügen ist es aber schwierig, ein abschließendes Urteil zu fällen."
Trotz der klaren Niederlage zog Stefanski zumindest ein positives Fazit zur Atmosphäre rund um das erste Heimspiel der neuen Falcons-Ära. "Für viele von uns war es das erste Spiel in unserem Stadion. Es war großartig, die Fans zu erleben. Die Stimmung war hervorragend und es war schön, vor unserem Publikum zu spielen."
Für Tagovailoa und die Falcons bleibt nach dem misslungenen Preseason-Auftakt nun genügend Zeit, die Fehler aufzuarbeiten. Im Kampf um den Starterposten dürfte der nächste Auftritt des Quarterbacks bereits deutlich mehr Gewicht haben.
nkr