27.08.2026
Penix wird trotz Freigabe geschont
Die Atlanta Falcons bestreiten ihr Preseason-Finale mit einem Großteil ihrer Starter - angeführt von Tua Tagovailoa. Michael Penix Jr. wird dagegen noch einmal geschont. Damit erhält Tua ausgerechnet gegen sein ehemaliges Team die letzte Gelegenheit, sich unter Spielbedingungen für den QB1-Posten zu empfehlen.

Im weiterhin offenen Quarterback-Rennen der Atlanta Falcons steht die nächste wichtige Bewährungsprobe bevor. Tua Tagovailoa wird das abschließende Preseason-Spiel bei den Miami Dolphins als Starter beginnen. Michael Penix Jr. gehört dagegen nicht zum Aufgebot.
Die Partie findet am Freitagabend im Hard Rock Stadium statt, Kickoff ist in der Nacht auf Samstag um 1 Uhr deutscher Zeit. Für Tagovailoa wird es gleichzeitig eine besondere Rückkehr: Der 28-Jährige verbrachte seine ersten sechs NFL-Spielzeiten in Miami, bevor ihn die Dolphins im Frühjahr entließen.
Head Coach Kevin Stefanski will das Preseason-Finale als Generalprobe für die Regular Season nutzen. Die Falcons simulierten bereits unter der Woche den Ablauf einer normalen Spielwoche und bereiteten sich erstmals mit einem konkreten Gameplan auf ihren Gegner vor.
Auch ein Großteil der Starter soll gegen Miami zum Einsatz kommen, wobei die individuelle Spielzeit unterschiedlich ausfallen wird. Tua erhält damit voraussichtlich noch einmal die Gelegenheit, die erste Offense anzuführen.
"Er soll rausgehen, die Offense führen, nehmen, was sich bietet, und uns in die richtigen Plays bringen", erklärte Stefanski zu seinen Erwartungen an den Quarterback.
Neben Tagovailoa sollen aber auch Cooper Rush und Jack Strand Spielzeit erhalten. Besonders Strand empfahl sich beim deutlichen 34:6-Erfolg gegen die Indianapolis Colts mit 212 Passing Yards sowie jeweils einem Touchdown durch die Luft und am Boden.
Für Tagovailoa steht Freitagnacht deutlich mehr auf dem Spiel als bei einem gewöhnlichen Vorbereitungsspiel. Der frühere Erstrundenpick kam im Preseason-Auftakt gegen die Denver Broncos nur für zwei Drives zum Einsatz und brachte drei von fünf Pässen für 22 Yards an. Ein nachhaltiges Argument für den Starting-Job konnte er dabei nicht liefern.
Das zweite Vorbereitungsspiel gegen Indianapolis verpasste Tua gemeinsam mit den übrigen Startern, nachdem diese zuvor bei zwei gemeinsamen Trainingseinheiten umfangreiche Spielpraxis gesammelt hatten. Gegen Miami bekommt er nun seine zweite und letzte Gelegenheit in der Preseason.
Eine überzeugende Vorstellung gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber könnte seine Position im Duell mit Penix noch einmal stärken. Die Starterrolle für Week 1 ist laut Stefanski weiterhin nicht vergeben.
Herausforderer Penix wurde zwar inzwischen vollständig für das Mannschaftstraining freigegeben und teilte sich zuletzt die 11-gegen-11-Reps mit Tagovailoa. Für einen Einsatz unter echten Spielbedingungen kommt das Preseason-Finale nach Einschätzung der Falcons jedoch zu früh.
Der 26-Jährige absolvierte erst am Montag seine erste vollständige Einheit seit seinem Kreuzbandriss im vergangenen November. Nach lediglich drei Trainingstagen mit der kompletten Mannschaft stimmte Penix der Entscheidung zu, ihn gegen Miami noch nicht gegnerischen Hits auszusetzen.
"Es wäre zu früh", erklärte Penix. "Ich habe erst drei Trainings absolviert. Ich fühle mich gut, aber gleichzeitig waren es eben nur drei Einheiten."
Trotzdem rechnet der Erstrundenpick von 2024 damit, für den Saisonauftakt bereit zu sein. Die Falcons starten am 13. September gegen die Pittsburgh Steelers in die Regular Season. Einen Zeitplan für die Entscheidung zwischen Penix und Tagovailoa nannte Stefanski bislang ebenfalls nicht.
Damit gehört die Bühne in Miami zunächst Tua. Ausgerechnet an seiner früheren Wirkungsstätte kann er das bislang stärkste Argument dafür liefern, auch in Week 1 die erste Offense der Falcons anzuführen.
mhh