23.01.2026
"NFL-Opa" bald an der Seitenlinie?
Die Buffalo Bills könnten vor einer echten Sensation stehen: Philip Rivers hat ein Interview für die vakante Head-Coach-Stelle in Buffalo absolviert. Rivers, 44, ist damit einer der überraschendsten Kandidaten dieses Coaching-Zyklus - und würde vom ehemaligen Quarterback direkt in die Rolle des Cheftrainers wechseln.

Die Bills suchen aktuell einen Nachfolger für Sean McDermott. Und Rivers zeigte sich zuletzt offen für neue Optionen im Football. Der 44-Jährige ist aktuell Head Coach an der St. Michael Catholic High School in Alabama. Dort trainiert er unter anderem seinen Sohn Gunner Rivers, der - wie sein Vater damals - als talentierter Quarterback gilt. Unter Rivers’ Führung erreichte die Schule in den vergangenen beiden Jahren jeweils das State-Semifinale.
Rivers hatte sich ursprünglich nach der Saison 2020 aus der NFL zurückgezogen. In der laufenden Spielzeit kehrte er jedoch noch einmal überraschend zurück, als die Indianapolis Colts aufgrund von Verletzungen auf der Quarterback-Position kurzfristig Hilfe benötigten. Rivers startete in dieser Phase drei Spiele, blieb dabei jedoch ohne Sieg (0-3 als Starter).
Dennoch blieb seine Rückkehr eine der kuriosesten und brisantesten Stories der Saison. In seinen drei Starts kam er auf 544 Passing Yards, vier Touchdowns und drei Interceptions. In Week 18 übernahm Rookie Riley Leonard, und Rivers bestätigte anschließend, nach dem Saisonfinale erneut seine Karriere zu beenden.
Schon vor wenigen Tagen deutete Rivers an, dass ihn sein spätes NFL-Comeback mental in eine neue Richtung gebracht habe. "Dieser letzte Monat hat mir gezeigt: Ich bin offen für alles", sagte Rivers. Gleichzeitig betonte er, dass es nichts Konkretes gebe.
Auch über mögliche Coaching-Angebote in der NFL wollte er grundsätzlich nicht spekulieren - schloss sie aber eben auch nicht aus: Er habe solche Dinge "nicht auf dem Radar", würde eine Möglichkeit aber nicht ablehnen, bevor sie überhaupt real werde.
Rivers spielte über 18 Jahre in der NFL und gehörte über lange Zeit zu den konstantesten Passern der Liga. Außerdem sollen die Bills nach einem echten "Leader" suchen - solch einer ist der Ex-Quarterback ohne Frage. Und genau diese Erfahrung könnte in Buffalo als Pluspunkt gesehen werden - vor allem, weil Rivers immer wieder als extrem detailverliebter Football-Arbeiter galt, der das Spiel tief versteht.
Ob aus dem Interview ein echter Kandidatenstatus wird, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Allein die Tatsache, dass Buffalo mit Rivers spricht, ist ein Statement - und könnte der erste Schritt zu einem der spektakulärsten Coaching-Moves dieser Offseason werden.
mhh