20.02.2026
Vier Catches fehlten - New England zahlt trotzdem
Die New England Patriots setzen ein starkes Zeichen der Wertschätzung. Wide Receiver Mack Hollins verpasste in der abgelaufenen Saison eine Bonuszahlung in Höhe von 400.000 US-Dollar um lediglich vier Receptions. Wie NFL-Insider Tom Pelissero berichtet, entschied sich das Franchise dennoch, die Prämie auszuzahlen.

Hollins benötigte 50 Catches, kam in der Regular Season jedoch nur auf 46, nachdem ihn eine Verletzung die letzten beiden Spiele gekostet hatte. Trotzdem schaffte der 32-Jährige ein bemerkenswertes Comeback in den Playoffs und half den Patriots, den Super Bowl zu erreichen.
Nach Saisonende reagierte New England umgehend und fügte einen Signing Bonus über 400.000 Dollar zu Hollins’ Vertrag hinzu. Eine bewusste Geste für einen der anerkannten Führungsspieler im Team.
Seit seiner Verpflichtung per Zweijahresvertrag entwickelte sich Hollins nicht nur zu einem verlässlichen Anspielpartner von Quarterback Drake Maye, sondern auch zu einer der prägenden Führungspersönlichkeiten in der Kabine. Seine Mischung aus Physis, Einsatzbereitschaft und Konstanz füllte eine Lücke im Patriots-Roster - sportlich wie menschlich.
Mit 46 Receptions für 550 Yards und zwei Touchdowns in der Regular Season war er dabei kein klassischer Nr.-1-Receiver, aber trotzdem ein konstanter Faktor. In den Playoffs legte er in zwei Einsätzen weitere sechs Catches für 129 Yards und einen Touchdown nach. Besonders seine Vielseitigkeit - als Blocker im Run Game, in der Pass Protection und als Red-Zone-Ziel - machte ihn für die Offense extrem wertvoll.
Ausgerechnet eine Bauchverletzung, die Hollins auf die Injured Reserve brachte und ihn die letzten beiden Regular-Season-Spiele kostete, verhinderte das Erreichen des Bonus. Die Patriots verzichteten dennoch darauf, sich hinter Zahlen zu verstecken und honorierten stattdessen Einsatz, Professionalität und Einfluss auf das Team.
Hollins wird 2026 nun ein Grundgehalt von 4,3 Millionen US-Dollar verdienen, dazu kommen bis zu eine weitere Million über Bonuszahlungen. Ein finanzieller Rahmen, der seine Rolle im Team widerspiegelt.
Abseits des Feldes ist Hollins längst Kultfigur in Foxborough. Seine unkonventionellen Angewohnheiten - häufig barfuß unterwegs, Essen ohne Besteck sowie seine Haarpracht - haben ihm intern den Spitznamen "Tarzan" eingebracht. Wichtiger für die Patriots ist jedoch etwas anderes: seine Arbeitsmoral, die ihn auch beim neuen Head Coach Mike Vrabel schnell beliebt gemacht hat.
Der Bonus ist deshalb mehr als eine nette Geste. Er ist ein Signal: Wer Leistung bringt, Verantwortung übernimmt und die Kultur prägt, wird in New England gesehen - auch dann, wenn der Boxscore es nicht sofort preisgibt.
mhh