09.02.2026
Harte Super-Bowl-Niederlage
Die Niederlage im Super Bowl LX traf die New England Patriots tief - doch statt sofortiger Analyse standen Emotionen im Vordergrund. Quarterback Drake Maye kämpfte nach dem Spiel sichtbar mit den Tränen und sprach offen über Schmerz, Stolz und die enge Beziehung zu Head Coach Mike Vrabel.

Nach der 13:29-Niederlage blieb vor allem ein Bild: ein junger Quarterback, der nicht nur die Verantwortung für Fehler übernahm, sondern seinen Trainer und die Mannschaft in den Mittelpunkt stellte. Die Aussagen aus der Kabine zeichneten das Bild einer Mannschaft, die trotz Niederlage enger zusammengerückt ist.
Besonders emotional wurde Maye, als er über seinen Coach sprach. "Er war der Herzschlag. Kein Zweifel. Er ist der Grund, warum wir hier sind", sagte der Quarterback. "Er ist immer derselbe, und ich freue mich darauf, unsere Beziehung noch lange fortzusetzen. Großartiger Mensch und ein verdammt guter Football-Coach."
Auch über seine Mitspieler fand Maye bewegende Worte. "Man, ich bin so stolz. Das ist wahrscheinlich das, was mich am meisten berührt", erklärte er und kämpfte dabei sichtbar mit den Emotionen.
Die Niederlage beschrieb er mit schonungsloser Ehrlichkeit:
"Wenn du die entscheidenden Spielzüge machst, feierst du. Wenn nicht, sitzt du hier und weinst." Zugleich nahm er sich selbst in die Pflicht: "Ich muss besser mit dem Ball umgehen, bessere Entscheidungen treffen und bessere Würfe machen."
Neben sportlicher Selbstkritik hob Maye vor allem die Kultur innerhalb des Teams hervor. "Da sind Leute, die das nicht für Geld oder Ruhm machen - das macht dieses Team so besonders", sagte er über Mitarbeiter und Mitspieler im Hintergrund.
Immer wieder kehrte er zum zentralen Gefühl des Abends zurück: Stolz trotz Niederlage. "Ich bin so stolz auf diese Mannschaft. Dieses Team ist etwas, zu dem ich wirklich gern gehöre", erklärte der Quarterback.
Head Coach Mike Vrabel wählte nach dem Spiel einen nüchternen, aber klaren Ton. "Niemand hat gut genug gespielt, damit wir gewinnen", sagte der Trainer selbstkritisch.
Gleichzeitig stellte er die langfristige Entwicklung der Mannschaft in den Vordergrund und betonte, das Team sei "enttäuscht, aber nicht entmutigt". Der Fokus liege darauf, aus der Erfahrung zu lernen und gestärkt zurückzukommen.
Seine Botschaft spiegelte sich in Mayes Aussagen wider - ein Zeichen dafür, wie stark der Einfluss des Trainers auf den jungen Quarterback und die gesamte Organisation geworden ist.
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nkr